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Viel Image und wenig Umsatz durch Frauen-WM

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Fußball  

Frauen-WM: Viel Image und kaum Umsatz für die Wirtschaft

30.06.2011, 13:04 Uhr | t-online.de - Frank Lansky, mit dapd, sky, t-online.de

In wenigen Tagen beginnt die Frauen-Fußball-WM. Während die Vorfreude bei den Fans wächst, bleibt die Wirtschaft gelassen. Die Auswirkungen für die Konjunktur und die Sportartikel-Hersteller sind Analysten zufolge eher überschaubar. Immerhin betonen die Ausrüster und die Deutsche Zentrale für Tourismus die positiven Effekte für das Ansehen der Sportart und für Deutschland. Konkrete Zahlen sind jedoch nicht zu bekommen.

Image-Gewinn für das Reiseland Deutschland

Die Deutsche Zentrale für Tourismus gibt sich auf Anfrage von t-online.de fast euphorisch: "Die FIFA Frauen-WM 2011 ist von großer Bedeutung für das Reiseland Deutschland", urteilt Sprecherin Martina Binhack. Doch eine Schätzung für einen konkreten Umsatzanstieg kann sie nicht nennen. "Wie viele Übernachtungen letztendlich an die Tickets gekoppelt sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Natürlich gehen wir davon aus, dass die Austragungsorte besonders profitieren werden."

Insgesamt sollen eine Million Tickets verkauft werden, laut dem Verband waren zuletzt unter anderem das Eröffnungsspiel in Berlin, die deutschen Gruppenspiele, das Finale in Frankfurt sowie das Spiel um Platz drei ausverkauft.

Außerdem habe Deutschland schon durch die Männer-WM im Jahr 2006 einen großen Sprung im Nation Brands Index vorgelegt, der den Wert des Images von Nationen weltweit misst. So habe sich die Bundesrepublik seitdem von Platz 19 auf Rang 9 unter 50 Nationen etabliert. Vor allem die international bislang weniger bekannten Städte konnten an Bekanntheit im Ausland gewinnen.

Hersteller nennen keine konkrete Zahlen

Auch Adidas zeigt sich betont optimistisch - ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. "Die Frauen-WM wird dazu beitragen, dass noch mehr Mädchen und Frauen sich für Fußball interessieren und auch selbst spielen und damit auch die Nachfrage nach unseren Produkten weiter steigen wird", erläuterte Sprecherin Katja Schreiber im Gespräch mit t-online.de. "Die Umsätze mit Frauenfußball-Produkten sind schon seit der Herren-WM 2006 in Deutschland gestiegen, wir werden mehr Frauen-Trikots verkaufen als jemals zuvor."

Über erwartete Umsatz-Zugewinne durch das Großereignis macht die Firma aus Herzogenaurach aber keine Angaben. Auch die Konkurrenten Nike und Puma erhoffen sich zusätzliche Einnahmen, beziffern sie aber nicht. Adidas rüstet unter anderem Deutschland aus. Nike stellt unter anderem die Trikots für die USA und Brasilien, Puma beliefert den Außenseiter Äquatorial-Guinea.

Analysten beurteilen die Frauen-WM nüchtern

Analysten sehen die Sache nüchterner. "Das Thema Tourismus sollte man nicht überbewerten – das Ereignis können wir nicht mit 2006 vergleichen. Natürlich wird das Ereignis Sportartikel-Herstellern wie Adidas helfen, vor allem da das Unternehmen auch als Sponsor auftritt", erläuterte Sebastian Frericks, Analyst beim Franfurter Privatbankier Metzler. Zurzeit wirkten andere Kräfte stärker auf Adidas, etwa der US-Markt. Fußball mache ohnehin nur rund zehn Prozent des Konzernumsatzes aus.

Für die DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, ist die Frauen-WM laut einem Sprecher kein Börsenthema. Schon bei der Männer-WM seien die Auswirkungen eher gering und allenfalls langfristiger Natur gewesen.

Frauen-WM kein Thema bei Analysten-Treffen

Ins gleiche Horn stößt Jan Christian Göhmann, Analyst bei der NordLB. Auf den Tourismus und die Reisebranche habe die Frauen-WM kaum Einfluss. Denn anders als bei den Männern gebe es keine Fans, die den Mannschaften hinterher reisen. Da die Spiele auch verstärkt in den kleineren Stadien stattfinden, sei ein positiver Effekt wohl eher in der Provinz spürbar.

Verglichen mit der Männer-WM im Jahr 2006 sei die ganze Angelegenheit natürlich einige Nummern kleiner. Bei den Herren sei schon Monate vorher der Verkauf von Trikots kräftig angezogen, weil das Merchandising auf Hochtouren lief. Jetzt sei der Umsatz dagegen eher gering.

Die verhaltene Nachfrage zeige sich beispielsweise darin, dass die WM bei den Analysten-Veranstaltungen von Adidas oder Puma überhaupt kein Thema gewesen sei. So habe Adidas im Conference-Call Anfang Mai einen neuen Fußball-Schuh mit eingebautem Chip zur Geschwindigkeitsmessung erwähnt – nicht aber die anstehende Frauen-WM.

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