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Weltbank warnt vor steigenden Preisen für Öl und Nahrungsmittel


Weltbank: Preise für Nahrungsmittel und Öl werden weiter steigen

09.06.2011, 12:30 Uhr | dpa-AFX, AFP, AFP, dpa-AFX

Weltbank warnt vor steigenden Preisen für Öl und Nahrungsmittel. Die Weltbank warnt vor steigenden Ölpreisen (Foto: dpa) (Quelle: imago images)

Die Weltbank warnt vor steigenden Ölpreisen (Foto: dpa) (Quelle: imago images)

Die Weltbank hat vor steigenden Preisen für Nahrungsmittel und Öl in den kommenden Jahren gewarnt. Die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr um 3,2 Prozent wachsen, während sie im Jahr 2010 noch um 3,8 Prozent angezogen hatte, hieß es in der Prognose, die das Institut in Washington vorstellte. Demnach könnten weiterhin steigende Preise für Öl und Nahrungsmittel das Wirtschaftswachstum drosseln und vor allem Ärmere stark treffen.

Fehlernten könnten erneut drohen

Mit Blick auf Boom-Regionen wie Fernost oder Lateinamerika bekräftigte die Weltbank jedoch ihre seit einiger Zeit geäußerte Warnung vor Überhitzung. Risiken sieht die Organisation überdies vor allem durch einen neuen Ölpreisschock, sollte sich die Lage im Nahen Osten und in Nordafrika verschlimmern. Auch könnten neue Fehlernten die Preise für Nahrungsmittel weiter in die Höhe treiben - mit verheerenden Folgen für die Armen.

Entwicklungsländer preschen beim Wachstum voran

Beim globalen Wachstum preschen die Schwellen- und Entwicklungsländer weiter voran: Die Weltbank prognostiziert für sie ein jährliches Plus von 6,3 Prozent bis 2013, nachdem sie 2010 satt um 7,3 Prozent zugelegt hatten. Für die reichen Länder rechnet die Entwicklungshilfeorganisation derweil mit vergleichsweise mageren 2,2 Prozent in diesem Jahr, dafür 2012 und 2013 schon wieder mit um die 2,6 Prozent. Die Euro-Zone sieht die Weltbank bei lediglich 1,7 bis 1,9 Prozent Wachstum zwischen diesem Jahr und 2013. Auf den Industrienationen lasteten hohe Arbeitslosigkeit, enorme Schulden und aus dem Lot geratene Staatsfinanzen.

Starkes Wachstum mit Nachteilen

"In vielen aufstrebenden Nationen bewegt sich die Wirtschaft jenseits ihrer Kapazitäten und riskiert Überhitzung", sagte Weltbank-Ökonom Hans Timmer. Das starke Wachstum habe zu einer Reihe neuer globaler Herausforderungen geführt, darunter höhere Rohstoffpreise und steigende Inflation. Nicht auszuschließen sei die Rückkehr destabilisierender Kapitalströme, wenn das Zinsniveau steige.

Finanzkrise für Entwicklungsländer vorbei

"Die Finanzkrise ist für die meisten Entwicklungsländer vorbei", sagte der Hauptautor des Berichts, Andrew Burns. Diese Staaten müssten sich nun darum kümmern, ihre in den Turbulenzen geschmolzenen Finanzreserven wieder aufzubauen. Den langfristigen Ausblick für aufsteigende Nationen bewertete er positiv. Diese Länder hätten in den vergangenen zehn Jahren ein starkes Wachstum an den Tag gelegt. "Es gibt jeden Grund anzunehmen, dass sie dies fortsetzen."

Aber: "Auf mittlere Sicht hängen ihre Aussichten von Sozial-, Regulierungs- und Infrastrukturreformen ab und wie sie beitragen, Produktivität und nachhaltiges Wachstum zu fördern", sagte Burns. Für Ostasien und die Pazifikregion erwartet die Weltbank bis 2013 ein Wachstum oberhalb von acht Prozent, für Lateinamerika mehr als vier Prozent. Südasien, darunter Indien, sieht die Organisation in diesem Zeitraum bei zwischen 7,5 und knapp acht Prozent.

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