Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Plagiate: 20 Tonnen gefälschte Markenartikel sichergestellt


Plagiate  

Zoll schnappt Markenfälscher aus China

14.01.2010, 11:15 Uhr | t-online.de/business

Rund 20 Tonnen gefälschte Markenartikel aus China sind in einer Firma im südhessischen Dreieich sichergestellt worden. Der wirtschaftliche Schaden wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilte. Ein 26 Jahre alter Mann Chinese, der sich illegal in Deutschland aufhält, wurde vorläufig festgenommen. Hauptverdächtige sind aber der 40-jährige Inhaber der Import-/Exportfirma und eine 74 Jahre alte Chinesin.

Bereits 2009 abgemahnt

Der Firmeninhaber sei bereits im Dezember 2009 von Vertretern der Markeninhaber abgemahnt worden und habe eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, berichtete der Sprecher der Zollfahndung, Hans-Jürgen Schmidt. "Das hat ihn allerdings nicht davon abgehalten, weiter im großen Stil mit markengefälschten Artikeln zu handeln", sagte Schmidt.

Kontrolle auf Flohmarkt brachte Zoll auf die Spur

Zum Tatvorwurf habe sich der 40-Jährige noch nicht geäußert. Eine Kontrolle von Flohmarkt-Standbetreibern im mittelhessischen Limburg im April 2009 hatte die Zollfahnder auf die Spur der Firma gebracht. Der Flohmarkthändler hatte Mützen mit gefälschten Markenzeichen verkauft.

Einzelhändlern gefälschte Produkte angeboten

Der 26-jährige Chinese war bei einer Durchsuchung des Unternehmens in Dreieich am 12. Januar 2010 festgenommen worden. In dem Verkaufsraum wurden die gefälschten Produkte interessierten Einzelhändlern vorgeführt. Beim Kauf wurden die Waren aus einem nicht für Kunden zugänglichen Lager geholt.

"Unmengen" von Plagiaten im Lager

In den Lagerräumen fanden die Fahnder "Unmengen der gefälschten Artikel", darunter jeweils mehrere Tausend Uhren, Taschen, Geldbeutel, Gürtel, Schals, Kappen, Haarspangen und Schmuck bekannter Markenhersteller wie beispielsweise "Ed Hardy", "Hello Kitty" und "Gucci".

Zoll warnt vor Kauf der Fälschungen

"Wer Fälschungen kauft, schadet nicht nur der Wirtschaft, sondern auch sich selbst und fördert indirekt Menschenrechtsverletzungen", betonte Schmidt. Die nachgemachten Produkte beinhalteten außerdem oft gesundheitsgefährdende Stoffe wie Weichmacher und Farben.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal