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Werbung: Sixt nimmt "kleinen Sarkozy" aufs Korn


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Sixt nimmt "kleinen" Sarkozy aufs Korn

04.05.2010, 11:39 Uhr | t-online.de/business

Werbung: Sixt nimmt "kleinen Sarkozy" aufs Korn. In seiner neuen Werbung hat Autovermieter Sixt den französischen Präsidenten und seine Gattin in Visier.  (Foto: Sixt)

In seiner neuen Werbung hat Autovermieter Sixt den französischen Präsidenten und seine Gattin in Visier. (Foto: Sixt)

Spritzige, provokante Werbekampagnen - dafür ist Sixt, einer der größten deutschen Autovermieter, bekannt. Schöne Vorlagen dazu bietet dem Unternehmen immer wieder die Polit-Prominenz. In einer Werbung für den Citroën C3 Picasso nimmt Sixt jetzt den französischen Staatspräsidenten und seine Gattin aufs Korn.

Kampagne mit Sarkozy und Bruni

Mit dem Slogan „Machen Sie es wie Madame Bruni. Nehmen Sie sich einen kleinen Franzosen. Zum Beispiel den Citroën C3 Picasso!“ wirbt die Autovermietung für den französischen Kleinwagen - und spielt damit ganz elegant auf den Größenunterschied zwischen Nicolas Sarkozy und Ehefrau Carla Bruni an.

Angela Merkel mit Sturmfrisur

Immer wieder stehen namhafte Politiker im Visier der Sixt-Kampagnen. 2002 hatte die Agentur Jung von Matt etwa für Sixt der heutigen Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Cabriowerbung eine Sturmfrisur verpasst und das Foto einem anderen gegenübergestellt, das Merkel mit bravem Pony zeigt. Darunter stand: "Lust auf eine neue Frisur? Mieten Sie sich ein Cabrio." Für das Porträt wurde ftd.de zufolge das Haar eines Agentur-Praktikanten fotografiert und das Bild dann digital auf den Kopf Merkels montiert. Merkel reagierte laut ftd.de gelassen: Man könne sie als Ausgleich ja mal zu einer Cabrio-Fahrt einladen.

Spottwerbung mit Ulla Schmidt

Im letzten Jahr schließlich erlaubte man sich Spottwerbung mit der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Der war während ihres Spanienurlaubs der Dienstmercedes abhanden gekommen. In der Sixt-Werbung klang das dann so: "Mit dem Dienstwagen in Urlaub? Es gibt Sixt doch auch in Alicante", warb der Mietwagenanbieter damals auf seiner Internetseite mit einem Foto von Frau Schmidt. "Inklusive Diebstahlversicherung", hieß es da laut ftd.de, ein Chauffeur könne mitgebucht werden.

Ärger mit Oscar Lafontaine

Den Sixt-Humor teilt allerdings nicht jeder, der sich in einer Kampagne wiederfindet. Oscar Lafontaine zum Beispiel war gar nicht erfreut über eine Anzeige in der "Welt" und "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die kurz nach seinem überraschenden Rücktritt als Finanzminister im Frühjahr 1999 erschienen war und Mitglieder des damaligen rot-grünen Kabinetts abbildete. Das Porträt Lafontaines war durchgestrichen und untertitelt: "Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit". Lafontaine zog gegen Sixt vor Gericht zog und verlangte Schadensersatz. 2004 verdonnerte das Oberlandesgericht Hamburg Sixt zwar dazu, 100.000 Euro Schadensersatz an den Politiker zu zahlen. Vor dem Bundesgerichtshof scheiterte die Klage des Politikers jedoch zwei Jahre später (I ZR 182/04).

BGH weist Klage ab

Ein Prominenter müsse zwar nicht hinnehmen, dass sein Bild oder seinen Namen in einer fremden Werbung wiederzufinden, entschieden die Bundesrichter. Das sei ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und nicht zulässig. In dem Fall könne sich das werbende Unternehmen aber auf sein Recht auf freie Meinungsäußerung berufen. Die Richter werteten die Werbung mit Lafontaine als satirische Auseinandersetzung des Autovermieters mit einem aktuellen politischen Geschehen. Sie argumentierten, es entstehe auch nicht den Eindruck, dass der Politiker das Sixt-Produkt bewerbe.

Spots mit Show-Größen

Auch Größen aus dem Showbusiness wie Dieter Bohlen, Johannes Hesters und Sänger Matthias Reim hat Sixt schon in seine Kampagnen eingebunden. Heesters beispielsweise fuhr 2008 in einem Werbespot in einem Sixt-Cabrio mit der ehemaligen "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Gina Lisa Lohfink.

"Verdammt, ich hab nichts!"

Reim hingegen textete für Sixt seinen Hit "Verdammt, ich lieb dich" um - und sang "Verdammt, ich hab nichts!". Damit nahm Reim sich selbst und seine damals desolate finanzielle Situation auf die Schippe. "Wenn selbst ich mir ein Cabrio leisten kann, können Sie das auch!", lautete der dazugehörige Werbespruch.

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