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Agrar-Marketing: CMA wird endgültig abgewickelt


Agrar-Marketing  

CMA wird endgültig abgewickelt

06.03.2009, 11:27 Uhr | Spiegel Online

Agrar-Marketing: CMA wird endgültig abgewickelt.

Werbung der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, kurz CMA (Foto: dpa)

Sie wollten es bis zum Schluss nicht glauben, doch das Ende kam schneller als gedacht: Die Marketinggesellschaft der deutschen Bauern wird liquidiert - damit wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang Februar umgesetzt.

Gesellschafter stimmen Auflösung zu

Er sollte den Laden reformieren, jetzt muss er ihn abwickeln: Der bisherige Geschäftsführer der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), Markus Kraus, muss die Agrar-Werbegesellschaft in den kommenden Wochen auflösen. Die Gesellschafterversammlung stimmte am 5. März der Auflösung des aus Pflichtbeiträgen finanzierten Unternehmens zu, wie die Fachzeitschrift "Werben & Verkaufen" berichtet.

150 Mitarbeiter betroffen

Zu Liquidatoren habe die Versammlung Geschäftsführer Kraus und seinen Stellvertreter Friedrich Wolf berufen, hieß es weiter. Sie müssen mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aushandeln. Die CMA hat nach eigenen Angaben 150 Mitarbeiter.

Bundesverfassungsgericht kippt Zwangsabgabe an CMA

Die Auflösung der CMA ist die Folge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Die Karlsruher Richter hatten Anfang Februar entschieden, dass die Zwangsabgabe von Bauern und Lebensmittelbetrieben an den Absatzfonds der Landwirtschaft verfassungswidrig ist. Sie gaben damit der Klage eines Geflügelbauern aus Baden-Württemberg statt, der sich über Jahre mit der CMA angelegt hat.

Massive Kritik an Werbekampagnen

Die CMA war in den vergangenen Jahren wegen schlüpfriger Werbekampagnen in die Kritik geraten. Außerdem warf ihr der Bundesrechnungshof Geldverschwendung vor. Mit dem Urteil wurde der Marketing-Gesellschaft die Finanzierungsgrundlage entzogen, davon ist auch die Schwester-Gesellschaft, die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), betroffen. Die Agrarwirtschaft prüft derzeit einen privaten Neuanfang der beiden Gesellschaften.

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