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Wirtschaftskrise: Mittelstand fordert Urlaubsverzicht und Mehrarbeit


Wirtschaftskrise  

Mittelstand fordert Urlaubsverzicht und Mehrarbeit

03.08.2009, 12:22 Uhr | AFP

Wirtschaftskrise: Mittelstand fordert Urlaubsverzicht und Mehrarbeit.

Die Folgen der Krise gefährden auch Jobs im Mittelstand. (Foto: dpa)

Arbeitnehmer sollen wegen der Krise nach dem Willen der mittelständischen Wirtschaft auf Urlaub verzichten und länger arbeiten. Das sagten Handwerkspräsident Otto Kentzler und der Präsident des Mittelstandsverbands BVMW, Mario Ohoven, in Interviews. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) warnte vor Lohnsenkungen in der Krise.

Urlaub opfern für den Betrieb

"Wer einen Urlaubstag opfert, sichert seinen Arbeitsplatz. Und er hilft seinem Betrieb, die Krise besser zu überstehen", sagte Ohoven, Präsident des Mittelstands-Verbands BVMW, der "Bild"-Zeitung. Es müssten 45.000 mittelständische Unternehmen mit rund 450.000 Beschäftigten um das Überleben kämpfen. Ohoven sagte, die Firmen und ihre Mitarbeiter müssten sich für die Zeit nach Auslaufen der Kurzarbeit "warm anziehen".

Längere Arbeitszeiten in Familienbetrieben

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Kentzler, sagte dem "Focus", in Familienbetrieben würden die Arbeitnehmer die Lage kennen und seien etwa bereit, länger zu arbeiten, um die Defizite des Winterhalbjahrs aufzuholen. "Wir müssen uns auch in anderen Branchen an der 40-Stunden-Woche des Bauhauptgewerbes orientieren, um aus der Krise rauszukommen."

"Der Arbeitsmarkt stürzt wohl nicht ab"

Er sei "sicher, dass die meisten Mittelständler und Familienunternehmen zu ihren Belegschaften halten". Unternehmer seien bereit, "in guten Jahren verdientes Geld für die Stabilisierung der Firmen aufzuwenden. Schließlich brauchen wir unsere Facharbeiter für den prognostizierten Aufschwung." Kentzler zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Folgen des Wirtschaftsabschwungs für den Arbeitsmarkt beherrschbar bleiben würden. "Der Arbeitsmarkt stürzt wohl nicht ab. Es wird da keinen GAU geben, allenfalls einen Durchhänger. Mir ist nicht bange."

Arbeitsminister gegen Lohnsenkungen

Arbeitsminister Scholz wies derweil eine frühere Forderung der Arbeitgeber zurück, in der Krise die Löhne zu senken. "Lohnsenkungen wären volkswirtschaftlich völlig falsch", sagte der SPD-Politiker der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Scholz bezog sich damit auf entsprechende Äußerungen von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. "Einige sind auf den Finanzmärkten mit hohen Renditeerwartungen große Risiken eingegangen und haben die Krise dadurch verursacht. Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmer das jetzt ausbaden sollen", sagte Scholz. "Wir brauchen Vertrauen in die soziale Sicherheit, damit ein neuer Aufschwung entstehen kann." Scholz zeigte sich zuversichtlich, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht so stark ausfällt wie befürchtet.

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