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Deutsche Weltmarktführer auf Erfolgskurs


Deutsche Weltmarktführer auf Erfolgskurs

24.01.2011, 14:34 Uhr | t-online.de/business

Deutsche Weltmarktführer auf Erfolgskurs. Made in Germany - weltweit ein Qualitätssiegel (Foto: imago)

Made in Germany - weltweit ein Qualitätssiegel (Foto: imago)

Deutschland ist Weltmeister unter den Weltmarktführern. Denn kein anderer Industriestaat hat so viele Top-Firmen zu bieten wie wir Deutschen. Der weitaus größte Teil der Spitzenunternehmen sind Mittelständler, der Anteil von Konzernen wie Siemens, Allianz oder Volkswagen darunter ist dagegen eher gering. Wir verraten Ihnen, was den Erfolg der deutschen Weltmarktführer ausmacht und stellen Ihnen drei unbekannte Sterne unserer Wirtschaft vor.

In der Welt spitze - zuhause familiär

Die 1000 größten deutschen Firmen der Kategorie Weltmarktführer erzielen jährlich einen Umsatz von 1,7 Billionen Euro und beschäftigen weltweit bis zu sieben Millionen Menschen. Rund 70 Prozent von ihnen sind in Familienbesitz. Es sind vor allem mittelständische, exportorientierte Familienunternehmen, die in Deutschland den Großteil dieser Firmen ausmachen. Obwohl diese Betriebe bis zu 40 Prozent der deutschen Exportleistungen erwirtschafteten, sei ein Großteil von ihnen nur Fachleuten ein Begriff, sagt der Herausgeber des "Lexikons der deutschen Weltmarktführer", Bernd Venohr. Insgesamt gibt es derzeit rund 1500 deutsche Firmen, die gemessen an der Umsatzhöhe weltweit zu den ersten drei Unternehmen in ihren jeweiligen Marktsegmenten gehören.

Eine dieser Firmen ist etwa die hoch spezialisierte Bartec GmbH. Firmengründer Reinhold A. Barlian startete 1975 als Ein-Mann-Betrieb mit der Entwicklung und Herstellung eines Sicherheitsschalters, der Explosionen an Zapfsäulen verhindert. Heute ist das Unternehmen Weltmarktführer auf dem Gebiet hochwertiger industrieller Sicherheitstechnik für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Produktionsstandorte weltweit

Wie viele andere Weltmarktführer stellt das Unternehmen aus Bad Mergentheim in Baden-Württemberg seine Produkte nicht nur in Deutschland her, sondern auch in zehn anderen Ländern. Darüber hinaus verfügt es nach eigenen Angaben über 28 eigene Vertriebsgesellschaften in Europa, Amerika und Asien mit rund 1400 Mitarbeitern und mehr als 50 internationale Vertriebspartner.

Für viele Unternehmen kann der Weg bis zur Weltmarktspitze nach Einschätzung von Experten Generationen dauern. Vor allem der langfristig orientierte Einsatz von Kapital ermögliche die Eroberung von globalen Marktsegmenten, so Venohr. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die deutschen Weltmarktführer sei die Fokussierung auf eine Marktnische.

Leistungen auf den Kunden zugeschnitten

Typisch hierfür seien qualitativ hochwertige und genau auf den Kundenbedarf zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen, erklärt Venohr. Hauptverkaufsargument sei dabei aber der Wert und nicht der Preis, betont er. Um diese Leistungen zu erbringen, bräuchten die führenden Mittelständler meist eine große Innovationskraft, weshalb die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in diesen Firmen oft doppelt so hoch seien wie international branchenüblich.

Neue Ideen und Entwicklungen sind auch bei der Ansmann AG gefragt. Denn auch die Ansmann AG aus dem baden-württembergischen Assamstadt mischt mit ihren weltweit 300 Mitarbeitern an der Spitze mit. Das 1991 gegründete Unternehmen ist einer der weltweit führenden Hersteller im Bereich mobile Energie. Die Produktpalette reicht von Batterien und Akkus über Lade- und Netzgeräte bis zu Taschenlampen und Elektrofahrrädern - und damit sind die deutschen Produkte in zahlreichen Haushalten weltweit zu finden.

Langer Atem für Mittelständler notwendig

Weitverbreitet sind auch die Produkte der Heilbronner Firma Mayer Kuvert GmbH. Das Unternehmen mit seinen 180 Mitarbeitern stellt seit 1877 Briefumschläge und Versandtaschen her und belegt damit eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Ein "langer Atem" sei ein Erfolgsfaktor beim Aufbau weltweiter Vertriebs- und Servicenetze. "Bevorzugt wird - wann immer möglich - der direkte Kundenkontakt über eigene Niederlassungen", erläutert Venohr.

Deshalb hätten sich viele Mittelständler in den vergangenen Jahren stark internationalisiert und seien heute in allen wichtigen Märkten mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Schließlich entstünden Produktinnovationen sehr oft nicht aus der wissenschaftlichen Grundlagenforschung heraus, sondern durch das Lösen praktischer Kundenprobleme, so Venohr.

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