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RTL-Doku: Undercover Boss - Chefs inkognito in der eigenen Firma


Ab nach unten, Chef!

29.03.2011, 14:28 Uhr | t-online.de, ciw, t-online.de

RTL-Doku: Undercover Boss - Chefs inkognito in der eigenen Firma. Mika Ramm, Chef des Tiefkühlkostunternehmens Eismann (Foto: RTL)

Mika Ramm, Chef des Tiefkühlkostunternehmens Eismann (Foto: RTL)

Klinken putzen, bei frostigen Temperaturen im Kühlhaus Nachtschicht schieben - eigentlich keine Aufgabe für den Chef eines Unternehmens. Bei der RTL-Dokumentation "Undercover Boss" jedoch schlüpft seit kurzem immer ein Firmenlenker für eine Woche in die Rolle eines Hilfsarbeiters und lernt sein Betrieb von ganz unten kennen. Wir erklären Ihnen, was so ein Rollentausch bringen kann.

Getroffene Entscheidungen hinterfragen

"Das faszinierende für mich bei dem Undercover-Projekt ist, die Entscheidungen, die wir in der Geschäftsleitung getroffen haben, zu hinterfragen", sagt Mika Ramm, Geschäftsleiter der Firma Eismann, der als erster geheimer Ermittler in seinem Betrieb unterwegs war. "Unsere Umsatzzahlen in Deutschland stagnieren teilweise und wir wissen in der Geschäftsleitung nicht wirklich, woran genau es liegt. Mir ist es sehr wichtig, dass es meinen Mitarbeitern gut geht, denn wenn es dem Mitarbeiter gut geht und er zufrieden ist, geht es dem Unternehmen auch gut“, erklärt der 43-Jährige in der TV-Doku von RTL.

"Ich hab das dumpfe Gefühl, dass die, die das entscheiden, manchmal gar nicht wissen, was sie da machen", erklärt Mitarbeiter Ali im Verlauf der Sendung. Die Firma Eismann zählt zu den weltweit größten Direktvertriebsunternehmen für Tiefkühlprodukte, beschäftigt etwa 3000 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von über 500 Millionen Euro im Jahr.

Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, wird aus dem schnieken Manager im eleganten Anzug für eine Woche Hilfsarbeiter Rico Meissner im Schlabberlook und mit Drei-Tage-Bart. Bei 28 Grad minus muss er dann Ware verpacken, mit einer Außendienstmitarbeiterin Klinken putzen, um neue Kunden zu gewinnen, und im Lieferwagen Essen zu den Kunden bringen. Und das alles, damit ihm die Angestellten nicht auf die Schliche kommen: Offiziell wird der als Hilfsarbeiter getarnte Boss für eine TV-Dokumentation über Jobsuchende von der Kamera begleitet.

Starkes Interesse bei Zuschauern

Neu ist das Konzept von "Undercover Boss" nicht. Es kommt aus Großbritannien und wird auch im amerikanischen Fernsehen umgesetzt. Auch dort nehmen Unternehmenschefs inkognito Aushilfsjobs in der eigenen Firma an, um einmal die andere Seite kennenzulernen. RTL hat gleich mit seiner ersten Ausstrahlung einen echten Erfolg gelandet. Immerhin 6,2 Millionen Zuschauer (18,9 Prozent) waren bei der Firma Eismann mit dabei.

Doch Chefs haben auch ganz offiziell und ohne Maskierung die Chance, ihr Unternehmen besser kennenzulernen. Rausgehen und selbst erfahren, heißt da die Devise - oder im Managerdeutsch: "Management by walking around (MBWA)". Bekannte Unternehmenslenker wie WalMart-Gründer Sam Walton und Taiichi Ohno von Toyota haben beste Erfahrungen damit gemacht und in ihren Unternehmen große Veränderungen damit bewirkt, wie etwa eine zentrale Kasse im Supermarkt.

Führungsmodell für bessere Kommunikation

Das Konzept von MBWA ist, dass Chefs in direkten Kontakt mit ihren Mitarbeitern kommen und ihre eigenen Erfahrungen im Betriebsablauf machen. Gerade für die Produktplanung und das Qualitätsmanagement kann das sehr wichtig sein. Denn wer Probleme früh erkennt, kann entsprechend gegensteuern. Ein weiterer Vorteil dieses Führungsmodells ist Experten zufolge, dass der direkte Kontakt zwischen Mitarbeitern und Führungskräften die effektivste Art ist, um zu gewünschten Ergebnissen zu kommen und die Angestellten zu motivieren.

Gerade in mittelständischen Unternehmen ist dieser Führungsstil gut umsetzbar - allein aufgrund der Größe und wegen der Strukturen in der Führungsebene. Ein wichtiger Rat der Experten: Ehrlichkeit zählt! Mitarbeiter werden vorgeschobenes Interesse schnell erkennen und damit verspielen Chefs ihren Rückhalt in der Belegschaft.

Auswirkungen bleiben offen

Ob im Falle der Firma Eismann das Untertauchen des Chefs Auswirkungen hat, wird sich wohl erst in der Zukunft zeigen. Einige wenige Veränderungen gab es aber wohl: Eine Mitarbeiterin wurde befördert, ein anderer soll künftig als Berater tätig sein. In den kommenden drei Wochen wird immer montags um 21.15 Uhr bei RTL ein weiterer Firmenchef inkognito unterwegs sein: So baut etwa Johannes Borgmann, Chef der Firma Dixi-Klos, seine Toiletten-Häuschen selbst mit auf und Hotelmanager Marcus Smola steht wieder selbst hinter dem Herd.

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