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Restrukturierung: Vernachlässigter Blick fürs Risiko


Restrukturierung  

Vernachlässigter Blick fürs Risiko

11.05.2009, 14:27 Uhr | FTD, Patrick Hagen

Restrukturierung: Vernachlässigter Blick fürs Risiko.

Viele Unternehmen vernachlässigen ihr Risikomanagement. (Foto: Imago)

Warnsignale frühzeitig erkennen - solides Risikomanagement macht's möglich. Doch viele Firmen unternehmen hierfür zu wenig.

Geringe Chancen für selbstfinanzierte Unternehmen in der Krise

Er war so sicher, alles richtig zu machen: Er verzichtete auf Kredite und finanzierte seinen mittelständischen Betrieb vor allem aus den eigenen Erlösen. Diese Strategie sollte sein Unternehmen krisenfest machen. Als aber der Absatz drastisch einbrach und überall Geld fehlte, hatte er keine Bank seines Vertrauens, an die er sich wenden konnte. "Für Unternehmen, die gute Verbindungen zu ihrer Bank haben, ist es leichter, wenn sie auf einmal Geld brauchen", sagt Hendrik Löffler, Geschäftsführer beim Risikoberater Funk RMCE. "Es gibt viele selbstfinanzierte Unternehmen, die nicht überleben werden, wenn die Krise länger anhält."

Risikomanagementsysteme erkennen drohende Gefahren

Risiken lauern für Unternehmen häufig an unerwarteter Stelle. Deshalb ist es wichtig, verschiedene Szenarien durchzuspielen, um im Ernstfall zu wissen, was zu tun ist, sagt Löffler. Risikomanagementsysteme sollen Unternehmen helfen, drohende Gefahren zu erkennen und abzuwenden.

In mehreren Phasen in die Krise

Denn ein Unternehmen schlittert selten urplötzlich und ohne Warnsignale in eine Krise. Die meisten durchlaufen mehrere Phasen. In der ersten Phase geht es den Firmen noch gut. "Wenn das Geschäft so richtig brummt, werden Unternehmer träge und vergessen, sich mit schrittweise ändernden Kundenwünschen oder demografischen Veränderungen rechtzeitig zu befassen", sagt Frank Roselieb, geschäftsführender Gesellschafter des Krisennavigators, einer Ausgründung der Universität Kiel.

Das Unternehmen muss immer wachsam sein

In Phase zwei ist die Krise schon da: Die Nachfrage bricht ein, Rohstoffpreise steigen oder Wechselkurse entwickeln sich ungünstig. Als nächstes droht ein Liquiditätsengpass, danach schnell die Insolvenz. Wichtig sei deshalb, Frühwarnsignale zu erkennen. Roselieb rät Unternehmen, die Kreditwürdigkeit selbst langjähriger Kunden ständig zu prüfen und auch die Wettbewerber genau im Auge zu behalten. So können sie frühzeitig erkennen, ob ein Konkurrent seine Strategie ändert.

Risikomanagement, hilft die Krise zu überstehen

Ist die Krise da, hilft ein funktionierendes Risikomanagement, sie zu überstehen: "Wer im Voraus Maßnahmen für diese Situation festgelegt hat, kann schneller reagieren", sagt Christian Els, Geschäftsführer des Risikoberaters SMR, einer Tochter des Versicherungsmaklers Gossler, Gobert & Wolters.

Die Bedeutung noch nicht erkannt

Laut einer Umfrage von Sim Corp Strategy Lab haben die meisten Unternehmen die Bedeutung des Risikomanagements trotz Krise noch nicht erkannt. Die Zahl der Firmen, in denen es direkt der Unternehmensleitung unterstellt ist, sank sogar von 36 Prozent auf 31 Prozent. "Risikomanagement leidet derzeit darunter, dass es nur für die Zukunft funktioniert", sagt Els. "Viele Unternehmen haben mit der Krisenbewältigung so viel zu tun, dass sie solche Projekte zurückstellen." Löffler von Funk RMCE sieht das anders: "Wenn zurzeit investiert wird, dann in Risikomanagement", sagt er. "Unter den Unternehmen wächst die Erkenntnis, dass richtiges Risikomanagement durchaus einen Nutzen gebracht hätte."

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