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Flugzeugbau: Russischer Superjet bereitet Probleme


Aeroflots Superjet muss am Boden bleiben

21.07.2011, 15:34 Uhr | cs mit dpa, t-online.de, dpa

Flugzeugbau: Russischer Superjet bereitet Probleme. Der russische Superjet 100 bei seinem Jungfernflug (Foto: dpa)

Der russische Superjet 100 bei seinem Jungfernflug (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Rückschlag für die ehrgeizigen russischen Superjet-Bauer. Russlands erstes modernes Flugzeug seit Sowjetzeiten bereitet der Fluggesellschaft Aeroflot offenbar Probleme. So musste die erste ausgelieferte Maschine wegen einer defekten Belüftung den halben Juni am Boden bleiben, wie die Moskauer Tageszeitung "Wedomosti" berichtete. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der russische Superjet seinen Entwicklern Kopfzerbrechen bereitet.

Sensor mit falschen Signalen

Mit dem Superjet 100 will der russische Hersteller Suchoj zum dritten großen internationalen Flugzeugbauer hinter Airbus und Boeing werden. Doch die Auslieferung des Mittelstreckenfliegers verzögerte sich immer wieder. So hatten Triebwerksprobleme die Übergabe des Fliegers an die Fluggesellschaften erheblich beeinträchtig.

Nun bereitete ein Sensor in der Kabine Probleme. Das Bauteil habe ein falsches Signal gesendet, sagte ein namentlich nicht genannter Experte der Zeitung. Die Maschine habe im Juni durch den Defekt 60 Flüge und damit nur die Hälfte des geplanten Pensums absolvieren können.

Konkurrenz für Bombardier und Embraer

Dabei vertrauen die Russen nicht nur auf eigene Technik. Der Superjet 100 entstand in Kooperation mit Boeing sowie europäischen Unternehmen. Suchoj will mit dem Flieger den Spezialisten für Mittelstreckenflieger Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen. Der jetzige Regierungschef Wladimir Putin hatte in seiner Amtszeit als Präsident (2000-2008) die Wiedergeburt des zivilen Flugzeugbaus zu einer Priorität erklärt.

Die zweistrahlige Maschine bietet bis zu 95 Plätzen und eine Reichweite von 4500 Kilometern. Im September 2008 ging der Superjet 100 in Produktion. Er löste die Modelle Tu-134 und Jak-42 ab. Die Tu-134 wird seit 1967, die Jak-42 seit 1980 gebaut.

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