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Meyer-Werft geht bei AIDA-Order leer aus


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Meyer-Werft geht bei AIDA-Order leer aus

04.08.2011, 10:29 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Meyer-Werft geht bei AIDA-Order leer aus. Schiff der AIDA-Flotte (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Schiff der AIDA-Flotte (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises hat zwei neue Schiffe in Japan in Auftrag gegeben. Wie das Unternehmen in Rostock berichtete, hat sich Mitsubishi Heavy Industries in einer weltweiten Ausschreibung durchgesetzt. Den Angaben zufolge beträgt der Preis pro Schiff rund 455 Millionen Euro. Die Clubschiffe mit je 3250 Betten sollen im März 2015 und 2016 ausgeliefert werden. Bei der Meyer-Werft machte sich Enttäuschung breit.

Nach Worten von AIDA-Chef Michael Thamm sollen mit den Neubauten vor allem beim Thema Umweltfreundlichkeit neue Maßstäbe gesetzt werden. Mitsubishi Heavy Industries habe bereits 2004 zwei Kreuzfahrtschiffe für Carnival, der US-Muttergesellschaft von AIDA Cruises, gebaut. Derzeit verkehren acht Schiffe mit dem charakteristischen AIDA-Kussmund auf den Weltmeeren.

Bisher baute die Meyer-Werft für AIDA

Die letzten fünf Schiffe wurden in der Meyer-Werft in Papenburg (Niedersachsen) gebaut. Das erste Schiff war eine finnische Produktion, die beiden anderen waren auf der Aker-Werft in Wismar gefertigt worden.

Bei Meyer sind derzeit noch zwei weitere AIDA-Clubschiffe im Bau, sie sollen in den beiden kommenden Jahren ausgeliefert werden. Das 2010 bei Meyer in Auftrag gegebene Clubschiff für 2192 Passagiere kostet früheren Angaben zufolge mehr als 300 Millionen Euro. Nach Worten von AIDA-Sprecher Markus Wohsmann ist das Unternehmen sehr zufrieden mit der Arbeit der Meyer-Werft.

Enttäuschung in Papenburg

In Papenburg wurde die Entscheidung von AIDA Cruises mit Bedauern aufgenommen. "Das ist schade. Wir haben natürlich mitgeboten, aber offenkundig waren die Preise bei Mitsubishi deutlich andere als bei der europäischen Konkurrenz", sagte der Sprecher der Meyer-Werft, Peter Hackmann. Insgesamt stünden bei den niedersächsischen Schiffsbauern bis 2015 acht Kreuzfahrtschiffe für verschiedene Reedereien in den Auftragsbüchern. "Wir sehen uns gut aufgestellt und haben viel investiert in den vergangenen Jahren."

AIDA Cruises ist nach eigenen Angaben Deutschlands Branchenführer im Kreuzfahrt-Geschäft und deckt etwa die Hälfte des deutschen Kreuzfahrt-Marktes ab. Insgesamt reisten im vergangenen Jahr 511.400 Gäste mit AIDA Cruises. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 160 Millionen auf 882,7 Millionen Euro. AIDA Cruises beschäftigt derzeit rund 5600 Mitarbeiter.

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