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Bundeskartellamt: Razzia in der Matratzenbranche


Illegale Absprachen unter der Bettdecke

05.08.2011, 18:03 Uhr | dpa, pressetext.de, Pressetext, dpa, t-online.de

Matratzenhersteller- und Händler sollen Preise abgesprochen und so gegen Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Das Bundeskartellamt ermittelt. Bereits am Dienstag durchsuchten Ermittler neun Standorten in Bayern, Nordrhein- Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Dem "Handelsblatt" zufolge haben die Wettbewerbshüter Verfahren gegen Matratzenhersteller, Matratzenhändler und Einkaufsverbände des Möbelhandels eingeleitet.

Mindestpreise vereinbart

Das Bundeskartellamt verdächtigt die Unternehmen, Mindestpreise vereinbart zu haben. Das hält die Preise hoch und der Verbraucher schaut in die Röhre. Denn er kann nicht auf einen billigeren Händler ausweichen. Der Wettbewerb ist ausgehebelt, bei den Unternehmen klingeln unberechtigterweise die Kassen. Nun schritt das Kartellamt ein.

Es bestehe zudem der Verdacht, dass die Hersteller ihre Mindestpreise mit illegalen Praktiken durchgesetzt hätten. So sollen sie Händlern Nachteile angedroht oder zugefügt haben, um sie zur Einhaltung der Mindestpreise beim Weiterverkauf von Matratzen anzuhalten, teilte das Bundeskartellamt mit. Anderen Händlern sollen Vorteile versprochen worden sein, wenn sie die teureren Preise übernahmen.

Matratzenbranche in Aufruhr

Das "Handelsblatt" berichtete, die gesamte Matratzenbranche sei wegen der Razzien in Aufruhr. Viele Firmen seien von den Durchsuchungen vollkommen überrascht worden. In Branchenkreisen werde spekuliert, das Bundeskartellamt sei nach einer Beschwerde tätig geworden. Diese könne von einem Händler eingereicht worden sein, der sich von Herstellern benachteiligt gefühlt habe. Auf Anfrage der Zeitung bestätigten die Hersteller Malie, Tempur, Fey & Co und Schlaraffia die Durchsuchungen.

Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Wettbewerbshüter verwiesen allerdings darauf, dass die Razzien zur Klärung der Sachverhalts dienten. Bis zum Abschluss des Verfahrens gelte allerdings die Unschuldsvermutung. "Wir können bestätigen, dass das Bundeskartellamt und die Polizei am Dienstag bei uns waren. [...] Die Ermittler haben einige Akten und Kopien von digitalem Material mitgenommen, Hardware war allerdings nicht dabei. Wir sind uns keiner Schuld bewusst und sind zuversichtlich, dass jeder Verdacht durch das Verfahren ausgeräumt wird", sagt Fey-&-Co.-Sprecher Michael Böhm gegenüber pressetext.

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