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ZEW: Konjunkturerwartungen brechen ein


ZEW: Konjunkturerwartungen brechen ein

23.08.2011, 19:04 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa, t-online.de

ZEW: Konjunkturerwartungen brechen ein. Konjunkturerwartungen: Experten rechnen mit schwächerem Wachstum (Foto: imago)

Konjunkturerwartungen: Experten rechnen mit schwächerem Wachstum (Foto: imago)

Angesichts der weltweiten Schuldenkrise wächst die Sorge vor einer Rezession in Deutschland. Nun werden auch die Finanzprofis immer skeptischer: Die ZEW-Konjunkturerwartungen brachen im August um 22,5 Punkte auf minus 37,6 Zähler ein, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Das ist ein stärkerer Rückgang als Analysten erwartet hatten.

ZEW-Index auf niedrigstem Stand seit Dezember 2008

Der ZEW-Index liegt nunmehr auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008, als der Index bei minus 45,2 Punkten lag. An der ZEW-Befragung haben sich vom 8. bis 22. August 286 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Auch die Konjunkturerwartungen für die Eurozone gingen in den Keller. Im August fiel der Indikator um 33 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei minus 40 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechterte sich um 21,4 Punkte auf minus 19,1 Punkte.

Sinkendes Wachstum verunsichert Finanzprofis

Das ZEW begründete die drastische Stimmungseintrübung mit der Angst vor einer US-Rezession und der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch eine der großen Ratingagenturen, aber auch mit der krisenhaften Entwicklung im Euroraum.

Insbesondere spielten die "enttäuschenden" Zahlen des drastisch gesunkenen Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal eine gewichtige Rolle. Die deutsche Wirtschaft hat zwischen April und Juni nach ersten Zahlen des Statistischen Bundesamts nur noch leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt und stagnierte damit nahezu.

ZEW-Präsident Wolfgang Franz sagte zu den Umfrageergebnissen: "Die bisher schon geäußerte Skepsis der Finanzmarktexperten bezüglich der künftigen konjunkturellen Entwicklung hat sich dramatisch verstärkt. Die Erwartungen stehen überdies im Einklang mit dem Konjunkturpessimismus auf den Aktienmärkten."

Erwartungen zum sechsten Mal in Folge gesunken

Mit dem erneuten Rückgang haben sich die Konjunkturerwartungen nun das sechste Mal in Folge eingetrübt. Der Indikator für die aktuelle Wirtschaftslage ist zwar weiterhin im positiven Bereich - er sank aber deutlich um 37,1 Punkte auf 53,5 Zähler.

Volkswirte und Bundesbank optimistischer

Die Bundesbank hatte sich tags zuvor in ihrem Monatsbericht optimistischer gezeigt: Es gehe mit der deutschen Konjunktur weiter bergauf, wenngleich langsamer als zuletzt. Volkswirte geben daher - ähnlich wie die Bundesbank - eher Entwarnung. "Gerade in Phasen großer Nervosität an den Finanzmärkten" verringere sich die Aussagekraft des ZEW-Indexes spürbar, "da die befragten Analysten größtenteils im Finanzsektor tätig sind und damit von dortigen Krisen überdurchschnittlich stark betroffen sind", erklärten Konjunkturexperten der Commerzbank.

Einen "besseren Eindruck von der Realwirtschaft" gäben die Umfragen bei Unternehmen. Diese deuteten zwar auf eine schwächere Konjunktur hin, "aber bisher nicht auf einen Einbruch", wie ihn der ZEW-Index befürchten lasse.

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