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Deutsche Bank wird verklagt und will massiv sparen


Bank-Branche  

Deutsche Bank wird verklagt und will massiv sparen

02.09.2011, 17:39 Uhr | AFP, dpa, t-online.de - mmr, AFP, dpa, t-online.de

Die US-Justiz will gegen mehr als ein Dutzend Großbanken - darunter die Deutsche Bank - vorgehen, die durch den Handel mit faulen hypothekenbesicherten Wertpapieren die Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2008 angeheizt haben sollen. Wie die US-Tageszeitung "New York Times" unter Berufung auf drei mit der Materie befasste Quellen berichtete, haben die Behörden außer der Deutschen Bank noch die Institute Bank of America, JP Morgan Chase und Goldman Sachs im Visier. Die Klagen sollen wohl noch am Freitag eingereicht werden. Schlechte Nachrichten gibt's auch für die Mitarbeiter der Deutschen Bank: Ein Milliarden-Sparprogramm dürfte Stellenstreichungen nach sich ziehen.

Mit Giftpapieren Baufinanzierer ins Straucheln gebracht

Dem Bericht der "New York Times" zufolge wird den Geldhäusern vorgeworfen, sogenannte Giftpapiere finanzschwacher Schuldner gebündelt und als Sicherheit an Investoren vermittelt zu haben. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass Zahlungsausfälle der Schuldner zum Wertverlust der Papiere beitrugen und dadurch unter anderem die seit September 2008 staatlich kontrollierten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac in Schieflage brachten. Die beiden Institute und zwei weitere Agenturen besichern derzeit rund 90 Prozent aller neuen Baudarlehen in den USA, machten in der Finanzkrise fast 30 Milliarden Dollar Verlust und mussten vom Staat gerettet werden.

Hohe Entschädigungszahlungen sollen fließen

Laut "New York Times" will die Justiz die Großbanken nicht zu einem Rückkauf der Ausfallpapiere zwingen, sondern Entschädigungszahlungen an Fannie Mae und Freddie Mac durchsetzen. Die betroffenen Institute reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Zeitung. Die Banken argumentieren aber seit Beginn der Finanzkrise, die Verluste der Baufinanzierer seien auf die allgemeine Wirtschaftskrise zurückzuführen gewesen. Außerdem seien die beiden Institute ausreichend erfahren gewesen, um alle Risiken einschätzen zu können.

Deutsche Bank will jährlich bis zu zwei Milliarden Euro einsparen

Auf die Deutsche Bank kommt wohl noch weiteres Ungemach zu, genauer auf die Mitarbeiter. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge erwägt die Deutsche Bank ein massives Sparprogramm - zusätzlich zu den drei angekündigten Sparprogrammen. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verschlechtern, sei eine weitere Sparrunde 2012 möglich, berichtete die Zeitung. Das mögliche Sparziel werde in Finanzkreisen auf eine bis zwei Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Das könnte zum Abbau von Arbeitsplätzen vor allem in der Sparte Investmentbanking führen, schrieb die Zeitung.

Dementi aus Frankfurt

Noch sei nicht entschieden, ob und wie stark Deutschlands größte Bank sparen müsse, zitierte die Zeitung "höchste Konzernkreise". Sollte die Lage am Kapitalmarkt aber ähnlich schwankend bleiben wie im August und sollte sich die Konjunkturlage weiter verdüstern, dann müsse im Oktober oder November neu nachgedacht werden. "Wenn die Umsätze im Wertpapier- sowie Devisenhandel zurückgehen, kaum noch Börsengänge anstehen und die Wirtschaft schwächelt, sieht die Lage anders aus", zitierte die Zeitung einen Insider. Die Deutsche Bank dementierte das weitere Sparprogramm mittlerweile. An der Börse gehört die Aktie der Deutschen Bank am Freitag dennoch zu den größten Verlierern im DAX.

Hedge Fonds wetten gegen Großbanken

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu weiteren Turbulenzen kommt, ist nicht klein. "Spiegel Online" berichtet von Hedge Fonds, die derzeit auf einen neuen Absturz der Geldhäuser wetten. Laut Zahlen des britischen Anbieters Data Explorers wetten verschiedene Hedge Fonds bereits seit Mitte August offenbar gezielt auf sinkende Kurse von Bank-Aktien in Deutschland, Großbritannien und den USA.

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