Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Ifo-Index fällt weniger stark als erwartet


Konjunktur  

Ifo-Index fällt weniger stark als erwartet

26.09.2011, 12:31 Uhr | dpa, dpa

Ifo-Index fällt weniger stark als erwartet . Aktuelle Konjunkturlage besser als erwartet - Aussichten aber getrübt  (Quelle: imago images)

Aktuelle Konjunkturlage besser als erwartet - Aussichten aber getrübt (Quelle: imago images)

Die deutsche Wirtschaft blickt mit wachsender Sorge auf die kommenden Monate und stellt sich auf einen Abschwung ein. Die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im September zum dritten Mal in Folge, wie der jüngste Konsumklima-Index des Ifo-Instituts zeigt. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate trübten sich angesichts von Euro-Schuldenkrise, Börsenturbulenzen und der weiter tristen Lage der US-Wirtschaft erneut deutlich ein. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September jedoch weniger stark als erwartet eingetrübt.

Dritter Rückgang in Folge

Der Ifo-Geschäftsklimaindex sei von 108,7 Punkten im Vormonat auf 107,5 Punkte gefallen, teilte das Ifo-Institut mit. Zuvor befragte Volkswirte hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 106,6 Punkte gerechnet. Obwohl das Minus weniger stark ausfiel als von vielen Analysten erwartet, ist die Richtung nach zwei Rückgängen im Juli und August klar: es geht abwärts. Bei drei Rückgängen in Folge sehen Volkswirte eine Trendwende in der Konjunkturentwicklung.

Insgesamt steht der Ifo-Index allerdings noch ganz gut da. Schlechter stand das wichtige Barometer zuletzt im Juni 2010. Seinen Tiefpunkte erreichte der ifo-Index in der vergangenen Krise im Dezember 2008, als der Wert auf 84,6 Punkte abgesackt war. "Die weiterhin gute Lage der Unternehmen zeigt, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte", kommentierte Ifo-Instituts-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Umfrage-Ergebnisse.

Magere Aussichten für 2012

"Die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des Geschäftsverlaufs im kommenden halben Jahr haben sich weiterhin beträchtlich eingetrübt. Der Erwartungsindex sank von 100,0 auf 98,0 Punkte. Die Lagekomponente ging von 118,1 Punkten auf 117,9 Zähler zurück.

Rezessions-Risiko gestiegen

Ökonomen zeigten sich meist pessimistisch mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Das Risiko einer Rezession ist nach Einschätzung der Commerzbank in den zurückliegenden Wochen merklich gestiegen. Die Staatsschuldenkrise schüre die Unsicherheit, heißt es in einer Analyse der Bank. "Für die relativ besser aufgestellte deutsche Wirtschaft ist unsere 2012er Wachstumsprognose von 1,5 Prozent mit erheblichen Abwärtsrisiken versehen."

Manche Analysten nur mäßig pessimistisch

Die Ökonomen der Postbank halten zwar Sorgen vor einer Rezession für verfrüht. Gleichwohl dürfte sich die Konjunktur in den kommenden Monaten nur äußerst mäßig entwickeln. Auch wenn beim jüngsten Ifo-Index größere Überraschungen ausgeblieben seien, sei die Abwärtstendenz analog zu anderen Stimmungsindikatoren ungebrochen. Die Berenberg Bank sieht zwar zum Jahreswechsel eine moderate Rezession in Deutschland, doch die grundsätzliche Lage bleibe positiv. "Der Arbeitsmarkt ist in einer sehr guten Verfassung und die öffentlichen Finanzen sind größtenteils solide." Wie lange und stark der erwartete Abschwung ausfalle, hänge von der Entwicklung in der Schuldenkrise ab.

Auch zuversichtliche Stimmen

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) ist derweil weiter zuversichtlich, dass die Wirtschaft hierzulande der Schuldenkrise trotzen kann. "Alles in allem gehen wir weiter von positiven Wachstumsraten aus. Die Lage bei den Unternehmen ist gut", sagte DIHK-Konjunkturfachmann Dirk Schlotböller im Deutschlandradio Kultur. Zwar gebe es eine deutliche Verlangsamung, das sei aber nicht ungewöhnlich nach zwei so guten Konjunkturjahren, sagte der Experte.

Aktienmarkt profitiert

Der Deutsche Aktienindex DAX gewann nach den Ifo-Zahlen binnen weniger Minuten fast ein Prozent hinzu. Zuvor hatte der Leitindex nach einem schwachen Start bereits den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Gegen Mittag beträgt das Tagesplus bereits rund dreieinhalb Prozent.

Das Ifo-Geschäftsklima ist das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage bei rund 7000 Unternehmen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bereit für den Sommer? Finde luftig, leichte Kleider
jetzt auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe