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E.ON Ruhrgas, Gazprom und RWE im Visier: Razzia bei Erdgas-Unternehmen


Razzia bei Erdgas-Unternehmen

28.09.2011, 10:08 Uhr | dpa, dpa-AFX, dpa, dpa-AFX, t-online.de

Im Rahmen einer europaweiten Razzia bei Erdgas-Versorgern sind am Dienstag unter anderem die Räume von Deutschlands größter Ferngasgesellschaft, E.ON Ruhrgas, von Gazprom und von RWE durchsucht worden. Die EU-Kommission verdächtigt mehrere Erdgas-Unternehmen in Europa des wettbewerbswidrigen Verhaltens. Die Aktien der Versorger E.ON und RWE rutschten an der Börse ins Minus.

E.ON- und RWE-Büros durchsucht

Fahnder hätten Geschäftsräume von Versorgern in mehreren zentral- und osteuropäischen Ländern unangemeldet durchsucht, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Sprecher von E.ON und RWE bestätigten auf Anfrage, Büros des Unternehmens seien durchsucht worden. Man werde "konstruktiv" mit der EU-Kommission zusammenarbeiten.

Angeblich Lieferverträge mit Gazprom im Visier

Es gehe um "eine Nachprüfung zum Vorwurf von wettbewerbswidrigen Klauseln von Gaslieferverträgen von Gazprom", hieß es bei RWE. Nach einem Bericht von "Wirtschaftswoche online" wirft die EU-Kommission Gazprom Germania in einem achtseitigen Schreiben vor, seine Marktmacht zu missbrauchen und den Wettbewerb durch Preisabsprachen zu behindern. "Die Vorwürfe richten sich vor allem auf Gasgeschäfte mit Großhändlern in mittel- und osteuropäischen Ländern", schrieb "Wirtschaftswoche online". Auch das Gazprom-Tochterunternehmen in Tschechien sei durchsucht worden.

"Gazprom hat nichts zu verbergen und sieht den Untersuchungen gelassen entgegen", sagte der Sprecher der deutschen Tochter des russischen Energiekonzerns, Burkhard Woelki. "Wir arbeiten offen und konstruktiv mit der EU-Kommission zusammen."

Hohe Bußgelder drohen

"Die EU-Kommission befürchtet, dass die Unternehmen unfaire Wettbewerbspraktiken anwenden", schrieb die Kommission. Falls die EU-Wettbewerbshüter später ein förmliches Kartellverfahren eröffnen sollten, drohen den beteiligten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Preis- und Konditionen-Absprachen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten.

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