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HRE-Rettung kostet Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro


HRE-Rettung kostet Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro

18.10.2011, 21:39 Uhr | dpa, dpa

HRE-Rettung kostet Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro. Die Rettung der HRE zahlt am Ende der Steuerzahler (Quelle: dapd)

Die Rettung der HRE zahlt am Ende der Steuerzahler (Quelle: dapd)

Milliarden hat die Rettung der HRE bereits verschlungen. Und auch die Beseitigung der Altlasten dürfte noch viel Geld kosten. Im ersten Halbjahr verdarb die Griechenland-Krise der Bad Bank der HRE die Bilanz. Den Steuerzahler kostet das fast 700 Millionen Euro.

Griechische Schuldenkrise drückt Ergebnis

Die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) bleibt für den Steuerzahler eine kostspielige Angelegenheit. Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen im Bestand der eigens gegründeten Abwicklungsanstalt drückten das Ergebnis der FMS Wertmanagement in den ersten sechs Monaten tief ins Minus, wie die Einrichtung selbst mitteilte. Für den Verlust von rund 690 Millionen Euro steht über den Bankenrettungsfonds SoFFin am Ende der Staat ein.

Minus von drei Milliarden Euro im letzten Jahr

Die FMS Wertmanagement soll Risikopapiere aus dem früheren Bestand der HRE in den kommenden Jahren möglichst ohne größere Verluste wieder zu Geld machen. Dazu wurden im vergangenen Herbst Altlasten der HRE im Wert von insgesamt rund 175 Milliarden Euro in die FMS Wertmanagement ausgelagert. Allein von der Gründung im Sommer bis Ende Dezember 2010 häufte die Abwicklungsanstalt ein Minus von rund drei Milliarden Euro an.

In den ersten sechs Monaten verhagelten vor allem griechische Papiere der FMS die Bilanz. Ihren Wert korrigierte die Bad Bank um 808 Millionen Euro nach unten. Insgesamt hatte die FMS zum 30. Juni 2011 noch Staatsanleihen Griechenlands im Nominalwert von 7,2 Milliarden Euro in den Büchern. Dazu kommen weitere Kredite, etwa an griechische Gemeinden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Ohne die Griechenland-Belastungen hätte die FMS nach eigenen Angaben allerdings sogar einen Gewinn verbucht.

Abschreibungen belasten Portfolio

Beim Abbau des Portfolios sei die Abwicklungsanstalt gut vorangekommen, ohne die Abschreibungen stünde ein Plus von 118 Millionen Euro in den Büchern. "Wir freuen uns über die positive Entwicklung, doch die internationale Schuldenkrise, die sich im ersten Halbjahr dramatisch verschärft hat, und vor allem die Probleme in Griechenland konnten an uns nicht spurlos vorüber gehen", sagte Risiko-Chef Christian Bluhm der Mitteilung zufolge.

Dennoch sei es erfreulich, dass die FMS bei ihrer Aufgabe voran komme. So sei das Volumen der abzubauenden Papiere in den ersten sechs Monaten des Jahres um rund 8,7 Prozent auf 160,5 Milliarden gesunken. Die FMS wird auch wegen der teils langen Laufzeiten vieler Papiere noch auf Jahre hinaus mit dem Abbau der teuren Restposten beschäftigt sein und dürfte dabei noch viel Geld kosten.

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