Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Wirtschaftswachstum: drastische Senkung der Wachstumsprognose 2012


Konjunktur  

Bundesregierung erwartet deutlich weniger Wirtschaftswachstum

20.10.2011, 18:29 Uhr | dpa, t-online.de - mmr, dpa, t-online.de

Wirtschaftswachstum: drastische Senkung der Wachstumsprognose 2012. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bei der Vorstellung der Wirtschaftsprognose  (Quelle: dpa)

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung erwartet angesichts zunehmender weltweiter Risiken einen deutlichen Dämpfer für den Aufschwung in Deutschland. Für das kommende Jahr wird statt bisher 1,8 Prozent ein Wachstum von nur noch 1,0 Prozent prognostiziert, wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) mitteilte. Für dieses Jahr geht die Regierung noch von einem stärkeren Wachstum von 2,9 Prozent aus.

Deutschland im gelben Trikot

Auch wenn sich das Expansionstempo nun wie erwartet verlangsamt habe, bleibe Deutschland "Stabilitätsanker und Wachstumsmotor für Europa", erklärte Rösler. Angelehnt an den Radsport sagte der Wirtschaftsminister, Deutschland trage das gelbe Trikot. Tragender Pfeiler der Entwicklung in Deutschland werde zusehends die Binnennachfrage. Der Export schwäche sich ab.

Rösler sagte: "Auch ein Prozent Wachstum ist natürlich Wachstum." Von einer Rezession könne daher ausdrücklich keine Rede sein. Grund für den "etwas ruhigeren Wachstumspfad" seien deutlich höhere Risiken aus dem internationalen Umfeld. Mit der zunehmenden Verunsicherung durch die Schuldenkrise im Euroraum habe sich auch das Wachstumstempo der Weltwirtschaft merklich abgekühlt.

Export-Plus wird sich halbieren

In Deutschland dürfte die Binnennachfrage in diesem und nächsten Jahr das gesamtwirtschaftliche Wachstum fast gänzlich tragen. Beim Export rechnet die Regierung für 2012 nur noch mit einem Anstieg um 3,5 Prozent nach voraussichtlich 7,5 Prozent in diesem Jahr. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Schnitt dieses Jahres unter der Drei- Millionen-Marke bleiben. Bei der Quote werden 7 Prozent in diesem und 6,7 Prozent im nächsten Jahr prognostiziert. Die Inflation dürfte in diesem Jahr bei 2,3 Prozent, im kommenden bei 1,8 Prozent liegen.

Rösler betonte, es gelte, die Weichen "für einen langfristigen Weg nach oben" zu stellen. "Dazu gehört eine wachstumsfreundliche Haushaltskonsolidierung genauso wie glaubwürdige Schritte, um das Vertrauen in die Stabilität der gemeinsamen europäischen Währung zu stärken." Ein stabiles Europa sei für den Wohlstand in Deutschland unverzichtbar.

BDI warnt

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte, die Kombination aus massiven Staatsschulden in vielen Industrieländern und labilen Finanzmärkten könne die globale Güternachfrage einbrechen lassen. Der von der Regierung erwartete Rückgang der Wachstumsraten nach zwei fulminanten Aufschwungjahren entspreche aber dem üblichen Zyklus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief die Regierung zum Handeln auf, damit die Realwirtschaft nicht noch einmal Opfer einer Finanzkrise werde. Nötig sei eine Entmachtung der Ratingagenturen.

Die aktuelle Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich nach Einschätzung von Experten unter der Last der EU-Schuldenkrise weiter verschlechtert. Volkswirte rechnen damit, dass der ifo-Index im Oktober zum vierten Mal in Folge gesunken ist. Das Münchner Institut gibt den Geschäftsklimaindex an diesem Freitag bekannt. Im September war der Index auf 107,5 Punkte gesunken.

Bundesbank ebenfalls pessimistischer

Zum Wochenbeginn hatte auch die Deutsche Bundesbank die Konjunkturaussichten herabgestuft. Im Sog der Euro-Schuldenkrise werde die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten an Fahrt verlieren. Die für das Winterhalbjahr 2011/2012 hätten sich weiter eingetrübt, schrieb die Notenbank in ihrem Monatsbericht. "Insbesondere der Industrie dürfte es bei deutlich abgeschwächter Nachfragedynamik schwerfallen, das auch durch Sondermaßnahmen im Sommer erhöhte Fertigungsvolumen in den kommenden Monaten saisonbereinigt zu halten", erklärte die Bundesbank. Für das dritte Quartal 2011 erwarten die Experten aber noch einmal ein kräftiges Wachstum.

Forschungsinstitute senken Prognose ebenfalls

In der vergangenen Woche hatten bereits die führenden Forschungsinstitute ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum deutlich nach unten revidiert. Sie erwarten für das kommende Jahr nur noch einen Zuwachs beim (BIP) von 0,8 Prozent nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr. Im Frühjahr hatten die Forschungsinstitute für 2012 noch ein Wachstum von 2,0 Prozent vorhergesagt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Anziehend weiblich - die neuen Kleider der Saison
bei BAUR
Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe