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EnBW: Beteiligung an EWE birgt Milliardenrisiko für Energieversorger


Beteiligung birgt Milliardenrisiko für EnBW

08.11.2011, 10:06 Uhr | dapd, dapd

EnBW: Beteiligung an EWE birgt Milliardenrisiko für Energieversorger. EWE und EnBW: Streit geht weiter (Quelle: dapd)

EWE und EnBW: Streit geht weiter (Quelle: dapd)

Für den angeschlagenen Energieversorger EnBW könnte die Beteiligung an der Oldenburger EWE AG möglicherweise noch richtig kostspielig werden. Das norddeutsche Energieunternehmen drängt die EnBW zum Kauf eines 1,5 Milliarden Euro teuren Aktienpakets des Gasunternehmens VNG, berichtet das "Handelsblatt".

Hat sich die EnBW verpflichtet, 48 Prozent zu kaufen?

Die EnBW hält 26 Prozent an den Oldenburgern und hat sich nach Darstellung der EWE auch zum Kauf von 48 Prozent an ihrer Beteiligung VNG verpflichtet. Dem Bericht zufolge hat der EWE-Vorstand jetzt beim VNG-Vorstand die Einberufung einer Hauptversammlung beantragt, um den Verkauf zu besiegeln. Das Blatt beruft sich auf informierte Kreise, wonach sich durch einen Kauf zum festgeschriebenen Preis Abschreibungen von mehr als einer Milliarde Euro für die EnBW ergeben könnten.

Die VNG bestätigte, dass EWE einen Antrag auf die Einberufung einer Hauptversammlung gestellt habe. Dieser werde nun geprüft und alle notwendigen Schritte "unverzüglich" eingeleitet. Die EWE war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

EnBW spricht von Kaufoption

Die EnBW kritisiert das Vorgehen der EWE. Die Rechtsauffassung der EWE, wonach es eine rechtliche Verpflichtung zum Erwerb der Aktien an der VNG gebe, sei fragwürdig. "Offensichtlich geht es der EWE nur darum, ihre Aktien schnell los zu werden und dabei gerät die beste Lösung für die VNG und alle Beteiligten aus dem Blick", sagte ein Sprecher.

Die EnBW spricht lediglich von einer Option zum Kauf der VNG-Anteile. Nach Auffassung der Karlsruher bedarf es bei der Einberufung der VNG-Hauptversammlung auch ihrer Zustimmung. Der Konzern prüft derzeit rechtliche Schritte dagegen.

Millionenabschreibungen drohen

Zudem torpedieren die Oldenburger offenbar Pläne des drittgrößten deutschen Energieversorgers mit dem russischen Gaslieferanten Novatek. Ein EnBW-Sprecher sagte, der Konzern arbeite derzeit "an einer gaswirtschaftlichen Lösung", die die Interessen aller Beteiligten berücksichtige. Dabei handelt es sich offenbar um eine Lösung mit den Russen. Medien hatten bereits im Juli berichtet, die EnBW biete Novatek Anteile an der VNG im Gegenzug für günstige Gaslieferungen.

Risiken birgt auch ein weiterer Punkt. Beim Kauf der EWE-Anteile 2009 sei vereinbart worden, dass diese bei einem Kontrollwechsel bei EnBW den kommunalen Anteilseignern zum Rückkauf angeboten werden müssen. Strittig ist, ob die Übernahme von 46,5 Prozent der EnBW-Anteile vom französischen Energiekonzern EdF durch das Land Baden-Württemberg als Kontrollwechsel zu werten ist. Sollte es zur Rückabwicklung des Geschäfts kommen, drohen der EnBW weitere Abschreibungen im dreistelligen Millionenbereich.

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