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Pleitewelle im Pflegebereich erwartet


Lauterbach erwartet Pleitewelle im Pflegebereich

08.11.2011, 12:24 Uhr | afp, dpa, dapd, t-online, AFP, dpa, dapd

Pleitewelle im Pflegebereich erwartet. Wo werden die Rollatoren in Zukunft geparkt? (Quelle: dapd)

Wo werden die Rollatoren in Zukunft geparkt? (Quelle: dapd)

Der am Sonntag erzielte Pflegekompromiss wird nach Ansicht von Experten viele Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in finanzielle Bedrängnis bringen oder sogar zur Aufgabe zwingen. Es werde in den kommenden Monaten zu einer "Pleitewelle kommen, die allein in NRW mehrere hundert Einrichtungen betreffen wird", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Pflegekompromiss bringt Pleitewelle

Viele Heime hatten in Erwartung auf die angekündigte große Reform erhebliche Investitionen getätigt. Doch nun fehlt die Gegenfinanzierung. In der Folge müssten Einrichtungen in naher Zukunft schließen.

Es fehlen weiterhin Milliarden

Die Koalitionsspitzen hatten am Sonntag einen Anstieg des Pflegeversicherungsbeitrags um 0,1 Prozentpunkte zum 1. Januar 2013 beschlossen. Damit stehen rund 1,1 Milliarden Euro mehr als bisher für die Versorgung Demenzkranker zur Verfügung. Notwendig wären aber laut Angaben des Gesundheitspolitiker sechs Milliarden Euro, um Demenzkranke und die übrigen Pflegebedürftigen besser versorgen zu können. Für nicht an Demenz Erkrankte, immerhin 60 Prozent der Pflegebedürftigen, gebe es kein zusätzliches Geld.

Kritik auch aus den Reihen der FDP

Auch in der FDP gibt es Kritik an dem Pflegekompromiss. Die Reform sei zwar "besser als nichts, aber deutlich weniger als von uns gewünscht", sagte Lasse Becker, Vorsitzender der Jungen Liberalen, den "Ruhr Nachrichten". "Aus Gründen der Generationengerechtigkeit hätte man das bestehende System auf Kapitaldeckung umstellen sollen, zumindest den Einstieg finden müssen."

Forderung nach Rücklage

Der Vorsitzende der sogenannten Jungen Gruppe in der Unions-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (CDU), betrachtet den Pflegekompromiss gar als Bruch des Koalitionsvertrages. Man würde den künftigen Generationen eine enorme Last aufbürden. Deshalb müsse in der Pflegeversicherung eine Rücklage gebildet werden. Karl Lauterbach indes erweitert seine Kritik: "Deutschland gibt für alles und jeden Geld: Für die Griechen, für die Banken und für die Gutverdiener, aber nicht für die Pflegenden und die Pflegebedürftigen".

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