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Deutsche Bank muss nach Zinswette zahlen


Deutsche Bank muss nach Zinswette zahlen

29.12.2011, 17:54 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de, dpa-AFX, dapd

Deutsche Bank muss nach Zinswette zahlen. Wichtiges Urteil bei der Beratung zu Zinswetten (Quelle: imago images)

Die "Loreley-Fonds" hatten die Deutsche Bank in den USA verklagt (Quelle: imago images)

Die Deutsche Bank legt eine Affäre um Zinswetten mit einem Vergleich bei und zahlt fast eine Million an Schadenersatz. Das Geldinstitut folgt damit einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH).

Die Bank hat einen Vergleich mit dem Abwasserzweckverband Mariatal geschlossen, wie die Klägeranwälte mitteilten. Der Schadenersatz belaufe sich einschließlich Zinsen auf knapp 945.000 Euro. Die Deutsche Bank bestätigte, dass ein Vergleich geschlossen worden sei, wollte sich aber zu Einzelheiten nicht äußern.

Bank beriet Kunden nicht ausreichend

Bei den Zinswetten geht es um Finanzderivate wie Spread Ladder Swaps oder - wie im Fall Mariatal in Baden-Württemberg - Spread Sammler Swaps. Die Bank hatte sie Anlegern, darunter auch zahlreichen Städten und Kommunalunternehmen, angeboten. Der Bundesgerichtshof hat im März allerdings entschieden, dass die Deutsche Bank ihre Kunden besser hätte beraten müssen. Bei der Konstruktion der Swaps gebe es ein für den Käufer nach oben nicht begrenztes Verlustrisiko, das ruinös sein könne. Das hätte die Bank den Kunden klar vor Augen führen müssen.

Im März hatte der BGH im ersten höchstrichterlichen Urteil in einer Serie von Klagen um derartige Geschäfte der Deutschen Bank eine Verletzung ihrer Beratungspflichten vorgeworfen (Az.: XI ZR 33/10). Zudem habe die Bank "die Risikostruktur des Geschäft bewusst zulasten des Kunden und zu ihrem Vorteil gestaltet, um das Risiko gewinnbringend zu verkaufen", urteilten die Karlsruher Bundesrichter.

Gesamtsumme im zweistelligen Millionenbereich

Damals ging es um den Fall des hessischen Unternehmens Ille, dessen Besitzer ein Schadenersatz von rund 540.000 Euro zugesprochen wurde. Die Bank hatte damals durchblicken lassen, dass ähnlich gelagerte Fälle auf eine Schadenersatzsumme im mittleren zweistelligen Millionenbereich hinausliefen.

Diese Aufarbeitung dürfte nach Angaben aus Finanzkreisen inzwischen weitgehend abgeschlossen sein. Im Fall Mariatal wurde nach Angaben der Klägervertreter ein entsprechender Vergleich vom Bundesgerichtshof festgestellt. Damit sei das erste voll zugunsten der Kläger ergangene Oberlandesgerichtsurteil rechtskräftig.

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