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Daimler stellt Luxusmarke Maybach ein


Daimler stellt Luxusmarke Maybach ein

25.11.2011, 18:47 Uhr | dapd, dpa-AFX, AFP, AFP, dpa-AFX, dapd

Daimler stellt Luxusmarke Maybach ein. 2013 rollen die letzten Maybach-Modelle vom Band. (Quelle: dapd)

2013 rollen die letzten Maybach-Modelle vom Band. (Quelle: dapd)

Der Autobauer Daimler stellt seine Nobelmarke Maybach ein. Mitte 2013 werde der Konzern die letzten Maybach-Fahrzeuge produzieren, sagte ein Daimler-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Damit geht nach mehr als 90 Jahren eine Ära im Autobau zu Ende.

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Wiederbelebung der Marke durch Daimler

Kurz nach dem ersten Weltkrieg kamen die ersten Maybach-Modelle auf den Markt. Bis 1941 wurden die luxuriösen Autos produziert. Mit dem zweiten Weltkrieg kam es zum vorläufigen Aus für die Autolegende. Nach wechselvoller Geschichte begann Daimler 2002 damit, wieder Fahrzeuge mit dem Maybach-Logo herzustellen, nachdem der Konzern die Luxuswagen-Marke bereits in den 1960er Jahren übernommen hatte.

Maybach-Autos kosten mindestens 300.000 Euro

2009 und 2010 verkaufte der Hersteller nach eigenen Angaben jeweils rund 200 Fahrzeuge der Edelmarke. In diesem Jahr sei der Absatz um 20 Prozent gestiegen, sagte Konzernchef Dieter Zetsche der "FAZ". Jedes Auto der Marke Maybach ist laut Daimler "ein Unikat" und kostet mindestens 300.000 Euro.

Absatzziele nicht erreicht

Doch richtig glücklich wurde der Konzern mit der wiederbelebten Marke nicht. Trotz der zuletzt gestiegenen Verkaufszahlen blieb der Hersteller weit unter dem ursprünglich geplanten Absatz von jährlich 1000 bis 1500 Fahrzeugen. Kein Wunder, dass der Konzern nun die Reißleine zieht: "Es wäre nicht sinnvoll, ein Nachfolgemodell für den jetzigen Maybach zu entwickeln", sagte Zetsche der Zeitung.

Jobs bleiben erhalten

Mit der Schließung der Marke Maybach müssten die Mitarbeiter nun aber nicht um ihre Jobs fürchten. "Das sind etwa 150 bestens qualifizierte Mitarbeiter, die wir für unser Wachstumsprogramm im Luxussegment brauchen werden", betonte der Daimler-Chef.

S-Klasse springt für Maybach in die Bresche

So will sich Daimler künftig auf die Mercedes S-Klasse konzentrieren. Das Unternehmen sei "zur klaren Überzeugung gelangt, dass die Absatzchancen für die Marke Mercedes besser sind als die von Maybach", sagte Zetsche. Das Auto soll nun weiterverkauft werden, bis im Jahr 2013 die neue S-Klasse-Generation auf den Markt kommt. Anstatt wie bisher nur drei soll es künftig sechs verschiedene Modelle des Mercedes-Oberklassewagens geben.

Mercedes erhoffe sich davon jährlich einen Absatz-Zuwachs im fünfstelligen Bereich. Auch eine Verdopplung des bisherigen S-Klasse-Verkaufs von aktuell rund 80.000 Stück sei langfristig nicht abwegig.

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