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Afghanistan: Rohstoff-Schatz noch weitaus größer


Afghanistan: Rohstoff-Schatz noch weitaus größer

23.12.2011, 14:50 Uhr | dpa, dpa

Afghanistan: Rohstoff-Schatz noch weitaus größer. Kumpel arbeiten  in einer Kohlemine bei Herat in Afghanistan (Quelle: dpa)

Kumpel arbeiten in einer Kohlemine bei Herat in Afghanistan (Quelle: dpa)

Die Rohstoffvorkommen in Afghanistan sind nach Einschätzung des afghanischen Bergbauministers Wahidullah Schahrani noch weitaus umfangreicher als bislang angenommen. "Das Potenzial scheint gewaltig zu sein", sagte Schahrani. Afghanistan verfüge über riesige Vorkommen an hochwertigem Eisenerz und Kupfer. Zudem gebe es Öl, Gas, Gold und Halbedelsteine.

Rohstoffe in Billionenwert

"Am wichtigsten aber sind die 13 verschiedenen Seltenen Erden", sagte Schahrani. Sie werden etwa beim Bau von Handys benötigt. Der Abbau der Rohstoffe werde die Wirtschaft des bislang von ausländischer Hilfe abhängigen Landes massiv antreiben.

Die Rohstoffvorkommen in Afghanistan wurden bislang auf drei Billionen Dollar (2,22 Billionen Euro) geschätzt. Schahrani sagte, diese Summe beziehe sich nur auf 30 Prozent der Landesfläche. Der Rest sei geologisch noch gar nicht untersucht worden.

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Milliarden für die Staatskasse

Schahrani sagte in Kabul, nach seinen Berechnungen werde der Abbau der Rohstoffe vom Jahr 2016 an jährlich 1,5 Milliarden Dollar in die afghanische Staatskasse spülen. Im Jahr 2026 werde diese Zahl auf vier Milliarden Dollar steigen. "Aber das ist sehr konservativ geschätzt." Der Erlös aus dem Abbau von Rohstoffen würde dann zur größten Einkommensquelle der Regierung.

Noch wichtiger sei aber, wie stark der Abbau der Rohstoffe das Wirtschaftswachstum fördern werde, sagte der Minister. Nach seinen Berechnungen werde der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 etwa durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Infrastruktur bei mehr als fünf Milliarden Dollar liegen. 2026 werde diese Summe 20 Milliarden Dollar betragen.

Sicherheitslage eine "Herausforderung"

Schahrani sagte, die staatlichen Erlöse aus dem Abbau der Rohstoffe würden in einen "Vermögensfonds" fließen. Aus diesem Fonds heraus werde die Regierung Ausgaben etwa für das Bildungs- und das Gesundheitssystem sowie für den Aufbau von Infrastruktur bestreiten.

Der Minister nannte die schlechte Sicherheitslage eine "Herausforderung". Die Abbauvorhaben, um die es derzeit gehe, lägen aber in relativ ruhigen Landesteilen. Internationale Erfahrung habe gezeigt, dass der Abbau und die damit einhergehenden Investitionen zur Verbesserung der Sicherheitslage beitragen könnten. "Sobald die Gemeinden und die Bewohner die Vorteile sehen - regelmäßiges Einkommen, Entwicklung der Infrastruktur, all diese Dinge - werden sie die Gegend auch sichern."

China bislang größter Investor

Schahrani sagte transparente Ausschreibungs- und Vergabeprozesse nach internationalen Standards zu, die unabhängig überwacht würden. Alle Abkommen würden am Tag nach der Unterschrift öffentlich gemacht, "damit kein Aspekt des Vertrages dem Volk verborgen bleibt. Wir betrachten das nicht als Staatsgeheimnis." Bei der Vergabe spielten Staatseinnahmen, die Größe der Investition, der Ausbau der Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Projekte zur Gemeindeentwicklung und Umweltaspekte eine Rolle.

Bislang seien Chinesen, die die Abbaurechte für ein Kupfervorkommen in der Provinz Logar erworben haben, die größten Investoren, sagte der Minister. Westliche Unternehmen seien wegen der Lage in Afghanistan zunächst skeptisch gewesen, würden das Thema inzwischen aber ernst nehmen. "Ein oder zwei weitere erfolgreiche Ausschreibungen werden Vertrauen bei westlichen Firmen aufbauen."

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