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Etihad offenbar an Air Berlin interessiert


November-Zahlen schwach  

Etihad offenbar neuer Großinvestor bei Air Berlin

16.01.2012, 16:27 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Etihad offenbar an Air Berlin interessiert. Flotte von Air Berlin (Quelle: dpa)

Air Berlin verkauft acht seiner Flieger (Quelle: dpa)

Frohe Kunde für Air Berlin: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hat mit der arabischen Fluggesellschaft Etihad offenbar einen neuen Großinvestor gefunden. Dies berichtete das "Manager Magazin" vorab und zog die Aktie von Air Berlin kräftig ins Plus, bevor sie zum Tiefflug ansetzte.

Einstieg bei Air Berlin soll in Kürze verkündet werden

Noch in dieser Woche wolle Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad verkünden, hieß es in einer Vorabmeldung. Geplant sei offenbar eine Minderheitsbeteilung von Etihad an Air Berlin, berichtete das Magazin aus Branchenkreisen.

Dabei würden voraussichtlich neue Aktien ausgegeben, um Air Berlin im Zuge einer Kapitalerhöhung mit frischem Geld auszustatten. Das Board von Air Berlin werde am Mittwoch zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, um über das Geschäft zu beraten. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn sucht schon seit Monaten nach einem Investor für die schwer angeschlagene Airline.

Starker Investor für Air Berlin

Die staatliche Fluglinie des Emirats Abu Dhabi ist dem Magazin zufolge schon 2008 an einem Einstieg interessiert gewesen. Ein Börsianer sagte: "Etihad dürfte ein starker Investor sein. Man muss aber sehen, wie sich der Einstieg und die Kapitalerhöhung ausgestalten."

Ganz überraschend käme der Einstieg der Araber unterdessen nicht. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte beispielsweise schon Ende November von Gespräche von Unternehmenschef Hartmut Mehdorn mit mehreren möglichen Interessenten berichtet. Darunter hatte das Blatt bereits Etihad Airways und die chinesische HNA Group gesehen.

Rückschlag im November

Zuvor hatte Air Berlin gemischte zahlen vorgelegt. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist die Passagierzahl im November eingebrochen. Sie schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp zehn Prozent auf 2,26 Millionen, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Obwohl das Flugangebot bei Air Berlin um rund neun Prozent eingedampft wurde, ging die Auslastung im November auf 74,2 (November 2010: 74,9) Prozent zurück.

In den ersten elf Monaten des Jahres insgesamt transportierte die Fluglinie aber mehr Passagiere als im Vorjahreszeitraum und verbesserte auch die Kapazitätsauslastung. So gingen mit 33,281 Millionen Passagieren rund 680.000 oder rund zwei Prozent mehr an Bord. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent.

Erfolg für Easyjet

Beim britischen Billigflieger Easyjet kletterte derweil die Auslastung im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozentpunkte auf 88,3 Prozent. Die Zahl der Passagiere nahm um 3,4 Prozent auf rund 3,8 Millionen zu.

Von November 2010 bis November dieses Jahres legten die Briten bei den Fluggästen sogar um 11,2 Prozent zu. Insgesamt flogen in dem Zeitraum gut 54,9 Millionen Passagiere mit Easyjet. Die Auslastung erhöhte sich leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 87,5 Prozent.

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