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TUI findet angeblich keinen Käufer für Hapag Lloyd


TUI wird Hapag Lloyd nicht los

23.12.2011, 22:24 Uhr | dapd, dpa, dpa , dapd

TUI findet angeblich keinen Käufer für Hapag Lloyd . Keiner will sie haben: die Container-Reederei Hapag Lloyd (Quelle: dpa)

Keiner will sie haben: die Container-Reederei Hapag Lloyd (Quelle: dpa)

Der Tourismuskonzern TUI sucht offenbar weiter erfolglos nach einem Käufer für seine Beteiligung an Hapag Lloyd. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete, verliefen Gespräche mit einem omanischen Staatsfonds sowie dem chinesischen Logistikunternehmen HNA im Sande. Auch ein Verkauf der größten Container-Reederei Deutschlands an die chilenische Reederei CSAV sei vom Tisch.

Verkauf an Mehrheitseigner bleibt Option

Eigentlich hatte TUI die Beteiligung bis zur Jahresmitte 2011 an die Börse bringen wollen, doch die Pläne wurden gekippt. Stattdessen ist es der "FAZ" zufolge wahrscheinlich, dass der TUI-Aufsichtsrat am 13. Dezember beschließt, seine Verkaufsoption gegenüber dem Hamburger Konsortium Albert Ballin zu ziehen, das derzeit mit 61,6 Prozent die Mehrheit an der Reederei hält.

Zu dem Konsortium gehören neben der Stadt Hamburg noch der Unternehmer Kühne sowie zwei Versicherer und zwei Banken. Laut Vertrag kann TUI dem Konsortium bis zum 2. Januar 2012 33,3 Prozent der Hapag Lloyd andienen. TUI wollte den Bericht nicht kommentieren.

Millionenforderungen von Babcock-Borsig-Gläubigern drohen

Der Hapag-Lloyd-Verkauf ist aber derzeit nicht das einzige Problem des Touristikunternehmens: Mehr als neun Jahre nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Maschinenbauers Babcock Borsig könnten Millionenforderungen der Babcock-Gläubiger auf TUI zukommen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, muss neu über Forderungen in Höhe von 171 Millionen Euro verhandelt werden.

TUI hatte 1999 - damals noch unter dem Namen Preussag - mehrere Unternehmensbeteiligungen an Babcock abgegeben. Die Holding Babcock Borsig AG hatte im Sommer 2002 Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter von Babcock, Helmut Schmitz, fordert eine Nachzahlung, weil der Wert der Gesellschaften geringer gewesen sei als vereinbart (Az.: II ZR 149/10). In der Vorinstanz war Babcock mit der Forderung noch gescheitert. Der BGH verwies den Fall nun zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts an das Oberlandesgericht Frankfurt zurück.

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