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Solon muss Insolvenz beantragen: Solarunternehmen mit Millionenverlust


Solarunternehmen Solon ist pleite

20.12.2011, 12:29 Uhr | t-online.de mit dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Die Krise der deutschen Solarfirmen hat ein prominentes Opfer gefordert: Solon ist pleite. Zu groß war die Billigkonkurrenz aus China, die der gesamten deutschen Solarbranche zu schaffen macht. Dazu kommt eine Nachfrageflaute in wichtigen Märkten gepaart mit Überkapazitäten in der Branche und einem damit verbunden Preisverfall. Der Solarmodulhersteller war hoch verschuldet und brauchte dringend frisches Kapital. Das wollten Investoren und Banken den Berlinern aber nicht geben. Gläubiger stellten sich quer. Deshalb musste Solon nun Insolvenz anmelden. Der Aktienkurs stürzt ins Bodenlose.

Restrukturierung vorerst gescheitert

Solon habe den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit. In den vergangenen Monaten habe Solon sich intensiv um seine Restrukturierung bemüht und Gespräche mit Banken, Bürgen und Investoren geführt. Die Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung seien aber gescheitert.

Im Sommer hatte sich Vorstandschef Stefan Säuberlich noch zuversichtlich gezeigt, bis Jahresende mit den Banken zu einem Abschluss zu kommen. Konkret verhandelt wurde die Verlängerung von Krediten in Höhe von 275 Millionen Euro. Mitte November hatte das Unternehmen noch angedeutet, neue Investoren ständen kurz vor dem Einstieg in das Unternehmen. Daraus wurde aber offenbar nichts.

Millionenverlust für Solon

In den ersten neun Monate erlitt Solon einen Verlust von über 200 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag Ende September bei knapp 400 Millionen Euro. Das Unternehmen leidet unter der schwachen Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten und dem anhaltenden Preisdruck. Probleme bereitet der heimischen Solarindustrie vor allem die Billigkonkurrenz aus China. Da auch die Subventionierung der Branche schrittweise zurückgeführt wird, stehen die Unternehmen mächtig unter Druck.

"Die deutsche Solarbranche bekommt derzeit von zwei Seiten gleichzeitig Druck", sagte Andreas Hänel im Interview mit "Spiegel Online". Hänel ist Chef von Phoenix Solar, einem Fachunternehmen für Planung, Bau und Betrieb von Photovoltaik-Großkraftwerken. "Auf der einen Seite ist der deutsche Markt allein von Januar bis September um fast 40 Prozent eingebrochen, auf der anderen Seite sind auch noch die Preise massiv gefallen, was Umsatz und Ertrag weiter unter Druck bringt."

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