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China kappt Exporte für Seltene Erden


China kappt Exporte für Seltene Erden

28.12.2011, 09:17 Uhr | dapd, dpa-AFX, bv, dapd, dpa-AFX, t-online.de

China kappt Exporte für Seltene Erden. Geschmolzenes Lanthan: China hat ein Quasi-Monopol auf Seltene Erden (Quelle: Reuters)

Geschmolzenes Lanthan: China hat ein Quasi-Monopol auf Seltene Erden (Quelle: Reuters)

Die Freude über die Entspannung bei den Preisen für Hightech-Metalle, den sogenannten Seltenen Erden, war nicht von langer Dauer. Hauptexporteur China will dem Preisverfall nicht mehr tatenlos zusehen und hat eine neue Ausfuhrobergrenze für das erste Halbjahr 2012 festgelegt. Sie liegt bei 10.546 Tonnen, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte. Die exotischen Metalle werden für elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Computer benötigt, die nun teurer werden dürften.

Die neue Exportquote liegt 27 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. China ist für 97 Prozent der weltweiten Fördermenge verantwortlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Vorkommen der gefragten 17 Elemente hauptsächlich in China befinden. Sie werden nur im Rest der Welt seit den 90er Jahren nicht mehr gefördert, weil damals billigere chinesische Erze den Markt überfluteten. Bei einer weiteren künstlichen Verknappung dürften sich auch diese Länder wieder daran machen, auf ihrem Staatsgebiet mit der mühsamen Ausbeutung der Metalle zu beginnen.

Selten, aber nicht extrem selten

Die Seltenen Erden sind übrigens gar nicht so selten, wie der Name glauben machen könnte. Gold, Platin oder auch Blei sind teils seltener als Elemente wie Neodym oder Thulium, die zu den Seltenen Erden gehören. Jedoch gibt es meist keine größeren Lagerstätten, sodass sie oft nur als Nebenprodukt bei der Förderung von anderen Metallerzen auftauchen, in denen sie als Beimischung enthalten sind.

Die Preise für viele Seltene Erden waren bis Mitte 2011 stark gestiegen - teilweise bis auf das Siebenfache und mehr. Seit August habe aber "ein bis heute anhaltender Preisverfall eingesetzt", sagte Experte Harald Elsner von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) Ende November. "Die Preise für leichte Seltene Erden sind seit ihrem Höchststand um über 60 Prozent, für schwere Seltene Erden um bis zu 30 Prozent eingebrochen."

Preise höher als vor zwei Jahren

Der Preisverfall war mit der Konjunkturabkühlung in Verbindung gebracht worden. Noch liegen die Preise jedoch höher als vor zwei Jahren - und Experten erwarten auch nicht, dass die Metalle noch einmal so billig werden dürften, unabhängig von Chinas Exportsteuerung.

Die Seltenen Erden werden für eine Reihe von Produkten benötigt. In Handys, Computer-Chips, Bildschirmen, Katalysatoren, Windkraftanlagen, Photovoltaik-Panels, Batterien oder auch Magneten kommen sie zum Einsatz. Damit sind sie unter anderem bei der Herstellung von Elektroautos bisher noch unersetzlich.

Konkurrenten in den Startlöchern

In den nächsten Jahren wird bei Angebot und Nachfrage zunächst noch alles an China hängen. In Australien soll die Förderung allerdings 2012 und in den USA 2013 beginnen. Doch trotz der relativ hohen Preise und der Bedeutung wird der Weltmarkt wohl klein bleiben. Experten schätzen, dass es hier nur Platz für eine Handvoll Förderunternehmen gibt.

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