Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Devisen >

Euro fällt nach Italien-Auktionen auf Jahrestief


Euro fällt nach Italien-Auktionen auf Jahrestief

20.01.2012, 09:54 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Euro fällt nach Italien-Auktionen auf Jahrestief . Die Schuldenkrise macht dem Euro zu schaffen (Quelle: dpa)

Die Schuldenkrise macht dem Euro zu schaffen (Quelle: dpa)

Der Euro hat am zweitletzten Handelstag 2011 seine Talfahrt fortgesetzt und ist auf ein Jahrestief abgesackt. Als Ursache für den Kurseinbruch nannten Händler die Sorge der Anleger vor einer Eskalation der Schuldenkrise. Einmal mehr muss Italien für seine Staatsanleihen hohe Zinsen zahlen. Zudem sind die Umsätze an den Devisenmärkten in der Zeit zwischen den Jahren sehr gering. In einem dünnen Handel können bereits Geschäfte mit vergleichsweise kleinem Volumen starke Auswirkungen zeigen.

Euro unter 1,29 Dollar

Am frühen Donnerstagnachmittag fiel der Euro zeitweise auf 1,2858 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2010. Im weiteren Handel konnte sich die Gemeinschaftswährung wieder erholen. Der Euro erreichte das Jahrestief kurz nachdem Italien am Vormittag zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen Staatsanleihen versteigerte.

In mehreren Auktionen von Papieren mit längeren Laufzeiten konnte sich das hoch verschuldete Eurozonenland zwar zu günstigeren Zinsen frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen. Die Renditen sanken aber weniger stark als erhofft. Experten kritisierten bei den Versteigerungen zudem, dass Italien nur gut sieben Milliarden Euro am Markt einsammeln konnte. Zuvor hatte das Land ein Maximalziel von 8,5 Milliarden Euro angepeilt.

Im freien Handel stieg die Rendite für die richtungsweisenden italienischen Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren wieder bis an die kritische Marke von sieben Prozent. Bei dieser Marke mussten Krisenstaaten wie Griechenland, Portugal und Irland mit Finanzhilfen gerettet werden.

Euro fällt auf Zehnjahrestief zum Yen

Marktbeobachter erklärten die starken Kursverluste aber auch mit Sicherungsgeschäften gegen einen fallenden Euro. Für diese sogenannten Hedge-Geschäfte habe es für US-Unternehmen am Mittwoch die letzte Möglichkeit in diesem Jahr gegeben, und viele Firmen hätten vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise davon regen Gebrauch gemacht, hieß es weiter. Wegen der aktuell schwachen Umsätze im Devisenhandel hätten die Sicherungsgeschäfte amerikanischer Firmen eine ungewöhnlich starke Wirkung beim Euro-Kurs gezeigt.

Der Euro zeigte sich kurz vor dem Jahresende aber auch zu anderen Währungen sehr schwach. Vor allem zum japanischen Yen rutschte die Gemeinschaftswährung nach unten. Im Handelsverlauf kostete ein Euro zeitweise 100,06 Yen. Damit erreichte die Gemeinschaftswährung den tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal