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Verbraucherpreise: Inflationsrate lag 2011 bei 2,3 Prozent


Inflationsrate lag 2011 bei 2,3 Prozent

16.01.2012, 16:53 Uhr | dpa, dapd, dpa, dapd, t-online.de

Verbraucherpreise: Inflationsrate lag 2011 bei 2,3 Prozent. Energie, wie zum Beispiel Heizöl, spielt eine große Rolle bei der Inflation (Quelle: dpa)

Energie, wie zum Beispiel Heizöl, spielt eine große Rolle bei der Inflation (Quelle: dpa)

Vor allem wegen teurer Energie ist die Inflationsrate in diesem Jahr auf 2,3 Prozent gestiegen. 2008 lag sie zuletzt mit 2,6 Prozent höher. Die Verbraucher können für 2012 allerdings hoffen: Wegen der schwächelnden Konjunktur dürfte die Inflationsrate sinken, erwarten Volkswirte.

Im Dezember setzte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der seit Monaten andauernde Trend zu sinkenden Verbraucherpreisen fort. Für Dezember wurde anhand vorläufiger Daten eine Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent ermittelt, nach 2,4 Prozent im November und 2,5 Prozent im Oktober.

Winterreisen sind am teuersten

Von November auf Dezember 2011 stiegen die Verbraucherpreise vor allem saisonbedingt um 0,7 Prozent. "Sie können zu keiner Zeit teurer verreisen als über Weihnachten und Silvester", sagte ein Statistiker. Die Commerzbank erklärte: Verbraucher mussten zum Jahresende vor allem für Pauschalreisen und Hotels tiefer in die Tasche greifen als im November. Die Preise seien jedoch mit rund 4,5 Prozent für Freizeitaktivitäten (u.a. Pauschalreisen) und etwa 5,5 Prozent für Hotel- und Restaurantdienstleistungen in etwa so stark gestiegen wie in den vergangenen Jahren.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland erhöhte sich im Gesamtjahr gegenüber 2010 voraussichtlich um 2,5 Prozent. Damit liegen die Verbraucherpreise in Deutschland über der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent Preisstabilität gewahrt sieht.

Vergangenes Jahr war deutlich günstiger

2010 war die Jahresinflation in Deutschland mit 1,1 Prozent deutlich unter dieser Marke geblieben. Rechnet man die Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen heraus, dürfte sich auch für 2011 ein um etwa einen Prozentpunkt geringerer Wert als die 2,3 Prozent ergeben.

Die endgültigen Ergebnisse für Dezember und den Jahresdurchschnitt 2011 will das Bundesamt am 12. Januar 2012 veröffentlichen.

Inflation frisst Lohnsteigerungen auf

Die zurückgehende Inflationsrate führte 2011 aber erneut nicht zu mehr Realeinkommen, denn auch die Löhne und Gehälter stiegen wieder nur moderat - weit weniger, als es das Arbeitsmarktumfeld mit Erwerbslosenzahlen unter drei Millionen hätte erwarten lassen, wie die Commerzbank bemerkte.

Im dritten Quartal zehrte bei vielen Arbeitnehmern die Inflation die Steigerung der Einkommen mehr als auf, ermittelte Statistische Bundesamt. In der Öffentlichen Verwaltung (plus 1,8 Prozent) und bei Lehrern (plus 1,1 Prozent) lag die durchschnittliche Verdienstentwicklung deutlich unterhalb der Preissteigerung. Auch Beschäftigte von Banken und Versicherungen, im Gastgewerbe und Handel mussten Reallohnverluste hinnehmen.

Die EZB und das Inflationsmonster

Zwar flutete die Europäische Zentralbank im Dezember erneut den Geldmarkt mit fast 500 Milliarden Euro zu Billigzinsen von 1,0 Prozent, was bei vielen Verbrauchern und Anlegern Geldentwertungsängste aufkommen ließ. Allerdings kam das viele Geld bisher kaum in der Realwirtschaft an. Da es die Banken sofort wieder bei der EZB parkten, konnte es zumindest inflationstechnisch keinen Schaden anrichten.

Allerdings waren die Milliarden dafür gedacht, den Banken die Kreditvergabe an die Privatwirtschaft zu erleichtern. Dass dies nun nicht geschieht, dürfte der Zentralbank nicht gefallen. Die EZB selbst rechnet für die nächsten Monate mit einer Inflationsrate von 2,0 Prozent - mit einer Spanne von 1,5 bis 2,5 Prozent. Änderungen beim Leitzins sind damit nicht zu erwarten und auch nicht notwendig.

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