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Gefälschte Euro-Scheine oft nicht erkennbar

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Gefälschte Euro-Scheine oft nicht erkennbar

20.01.2012, 09:33 Uhr | AFP, bv, AFP, t-online.de

Gefälschte Euro-Scheine oft nicht erkennbar. Blüten: Die Fälscher von Euro-Scheinen werden immer besser (Quelle: imago)

Der Markt für Devisenfonds orientiert sich neu (Quelle: imago)

Geldscheine sind begehrt und müssen deshalb vor allem eines sein: fälschungssicher. Deshalb haben die Banknoten in den letzten Jahren immer mehr Sicherheitsmerkmale bekommen. Fälscher scheint das indessen nicht zu beeindrucken: die wertvollen Kopien der echten Papierzahlungsmittel werden immer besser - sie sind kaum noch vom Original zu unterscheiden. Und sie tauchen in diesen Tagen häufiger auf als in den letzten Jahren der D-Mark.

Ein noch relativ leicht durchschaubares Vergehen mochte dem jugendlichen Leichtsinn geschuldet gewesen sein - in die offizielle Statistik schafften es fünf 13- und 14-Jährige mit ihrer Tat aber dennoch: 2004 brachten es die Jungen in Baden-Württemberg zu zweifelhaftem Ruhm, weil sie ihr Pausenfrühstück mit falschen Euro-Scheinen bezahlt hatten. Am elterlichen Farbdrucker hatten sie sich vorher im Geldmehren versucht.

300.000 falsche Scheine pro Halbjahr

Weit schwieriger kommen die Ermittler professionell agierenden Geldfälschern auf die Schliche. Im ersten Halbjahr 2011 tauchten laut Bundesbank in Deutschland 18.900 "Blüten" auf. Insgesamt zogen die nationalen Notenbanken laut Europäischer Zentralbank in dem Zeitraum fast 300.000 falsche Scheine aus dem Verkehr. Die Daten für das Gesamtjahr 2011 wollen die Notenbanken in gut zwei Wochen bekannt geben.

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Folgt die Statistik jener der vergangenen Jahre, so wird sie ergeben, dass die beliebteste Fälscherware der 50-Euro-Schein ist. Die Vorliebe der Kriminellen für 50er dürfte vor allem pragmatische Gründe haben: Es sind viele 50-Euro-Scheine im Umlauf und sie werden nicht so stark geprüft wie etwa 100-Euro-Noten. Häufig werden im Geschäft aber auch schon 20-Euro-Scheine durch das Testgerät geschoben.

Fälschungen werden immer besser

Ohnehin mache eine zunehmende Spezialisierung der Hersteller "das Erkennen der Fälschungen immer schwieriger", teilte das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage mit. "Die Qualität der Euro-Fälschungen hat sich kontinuierlich verbessert." Organisierte Falschgeldhersteller seien mittlerweile im Stande, auch Sicherheitsmerkmale wie Hologramme, Wasserzeichen und Mikroschrift "in verwechslungsfähiger Qualität" nachzumachen.

Noch habe aber jedes Imitat Schwachstellen gehabt: "Bisher wurde noch keine Fälschung registriert, bei der gleichermaßen alle Sicherheitsmerkmale verwechslungsfähig imitiert worden sind", erklärte das BKA. "Fälscher konzentrieren sich bei der Nachahmung meistens auf ein oder wenige Sicherheitsmerkmale", ergänzte eine Sprecherin der Bundesbank.

Fühlen, kippen, sehen

Verbraucher müssen damit weiter wachsam sein, wenn sie etwa an der Ladenkasse oder im Restaurant Geldscheine bekommen. Das Sicherheits-Mantra lautet: fühlen, kippen, sehen. Erfühlen lassen sich leichte Erhebungen an einzelnen Stellen der Scheine. Durch Kippen der Banknote wechseln Hologramme, Glanzstreifen oder Spezialfarben ihr Aussehen. Im Gegenlicht zu sehen sind das Wasserzeichen und das Durchsichtsregister - hierbei ergeben Fragmente auf Vorder- und Rückseite vollständige Ziffern.

Mit ihren Sicherheitsmerkmalen entsprechen die Euro-Scheine damit dem Standard, der ab Ende der 90er Jahre bei D-Mark-Noten zum Einsatz kam. Eine Änderung des Fälschungsschutzes hat es laut Bundesbank seit Einführung der Euro-Noten nicht gegeben.

Mehr falsche Euro- als DM-Scheine

Gleichzeitig lag die Zahl der gefundenen "Blüten" zuletzt deutlich über der der letzten D-Mark-Jahre. Im Jahr 2000 tauchten laut Bundesbank knapp 21.000 falsche D-Mark-Scheine auf, im letzten D-Mark-Jahr 2001 waren es fast 30.000. 2010 lag die Zahl der gefundenen Euro-Fälschungen in Deutschland bei 60.000 Stück. 2009 wurden 52.500 Fälschungen gefunden und im bisherigen Rekordjahr seit Euro-Einführung, dem Jahr 2004, sogar 81.000.

Der Euro sei bei Fälschern beliebter als die Mark, weil dessen Verbreitungsgebiet größer sei, erklärt die Bundesbank diesen Anstieg. "Grundsätzlich sind Banknoten, die in einem großen Währungsgebiet gültig sind, für die organisierte Kriminalität interessanter als Banknoten kleinerer Staaten", erklärt die Sprecherin. Verbraucher sollten deshalb stets aufmerksam ihre Scheine prüfen - denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Echt falsch, so geht's legal

Nicht der Fälschung verdächtig machen sich übrigens die Hersteller von Spielgeld im Euro-Look, wenn sie einige einfache Regeln beachten. Einseitig bedruckte Scheine sind demnach grundsätzlich in Ordnung. Bei zweiseitigen Drucken muss der Schein entweder halb oder doppelt so groß sein wie das Original. Auch die Darstellung von Geldscheinen auf Glas oder anderen Oberflächen geht in Ordnung, wenn sie dadurch nicht mit Banknoten verwechselt werden können.

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