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Munich Re: Naturkatastrophen so teuer wie noch nie


Naturkatastrophen so teuer wie noch nie

04.01.2012, 13:28 Uhr | dpa-AFX, dapd, dapd, dpa-AFX

Munich Re: Naturkatastrophen so teuer wie noch nie. Die Tsunami-Katastrophe in Japan kostete 210 Milliarden Dollar (Quelle: Reuters)

Die Tsunami-Katastrophe in Japan kostete 210 Milliarden Dollar (Quelle: Reuters)

Die Schäden durch Naturkatastrophen waren 2011 so hoch wie noch nie. Weltweit kosteten sie die Volkswirtschaften 380 Milliarden Dollar (292 Milliarden Euro), wie der Rückversicherer Munich Re mitteilte. Alleine die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe von Japan verursachte Schäden von 210 Milliarden Dollar. Sie kostete damit bereits beinahe so viel wie das ganze Jahr 2005, das mit 220 Milliarden Dollar bisher als teuerstes der Geschichte galt.

Seltene Serie schwerster Katastrophen

Auch für die Versicherungswirtschaft war das Jahr so teuer wie noch nie. Mit 105 Milliarden Dollar übertrafen die versicherten Schäden den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2005 um vier Milliarden. Im Vorjahr lag die Schadenssummer noch bei 42 Milliarden Dollar. Mit rund 820 schadenrelevanten Ereignissen liegt 2011 etwa im Schnitt der vergangenen zehn Jahre.

Vor allem das Erdbeben in Japan belastete die Kassen der Versicherer. Allein dort entstanden versicherte Schäden von 35 bis 42 Milliarden Dollar. Das Erdbeben in Neuseeland kostete die Assekuranzen 13 Milliarden Euro. Dafür waren bei dieser Katastrophe die meisten Schäden versichert, die gesamtwirtschaftlichen Schäden betrugen Milliarden. Anders ist die Lage in Thailand. Die Überschwemmungen kosteten die Gesamtwirtschaft rund 40 Milliarden, versichert waren aber nur zehn Milliarden Dollar.

"So eine Serie schwerster Naturkatastrophen wie im abgelaufenen Jahr ereignet sich zum Glück nur sehr selten", sagte Munich Re-Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Es gehe hier um Ereignisse, die teilweise nur alle 1000 Jahre einträten. Einen vergleichbar verheerenden Tsunami wie im März habe es im Nordosten Japans vermutlich zuletzt im Jahr 869 gegeben. Die Munich Re sei aber auch auf solche Extremsituationen vorbereitet, sagte Jeworrek.

Meist dominieren wetterbedingte Schäden die Bilanzen

90 Prozent der registrierten Naturkatastrophen waren laut Angaben der Munich Re wetterbedingt – jedoch knapp zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen und rund die Hälfte der versicherten Schäden entfielen auf geophysikalische Ereignisse, insbesondere die großen Erdbeben.

Normalerweise sind die wetterbedingten Naturkatastrophen die dominierenden Schadentreiber: Im Mittel der vergangenen drei Jahrzehnte trugen geophysikalische Ereignisse nur knapp zehn Prozent zu den versicherten Schäden bei. Ungewöhnlich war 2011 auch die regionale Verteilung der Schäden: Rund 70 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Schäden entfielen auf Asien.

Vergleichsweise wenig Opfer

Die Zahl der 2011 bei Naturkatastrophen ums Leben gekommenen Menschen war mit 27.000 dagegen noch vergleichsweise gering. Im Vorjahr waren nach Zählung der Munich Re 296.000 Menschen umgekommen. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre waren es 69.000.

Allerdings berücksichtigte das Unternehmen dabei nicht die 2011 durch die Dürre am Horn von Afrika ums Leben gekommenen Menschen. Auch bei den Opfern waren das Beben und der Tsunami von Japan am 11. März mit 15.840 Toten die schwerste Katastrophe des Jahres.

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