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Schadenersatzklagen gegen VW und Porsche auf vier Milliarden Euro gestiegen


Schadenersatzklagen gegen VW und Porsche steigen auf vier Milliarden Euro

16.01.2012, 13:42 Uhr | t-online.de, dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Schadenersatzklagen gegen VW und Porsche auf vier Milliarden Euro gestiegen. Die Klagen nehmen kein Ende (Quelle: Thinkstock, imago)

Die Klagen nehmen kein Ende (Quelle: Thinkstock, imago)

Verlängerung einer nicht enden wollenden Klagewelle um die Übernahmeschlacht von VW und Porsche. Die Höhe der Schadenersatzklagen gegen die Autobauer hat sich in den vergangenen Tagen um eine weitere Milliarde Euro erhöht. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, haben sich weitere Investoren, die im Übernahmekampf von Porsche und VW angeblich Milliardensummen verloren haben, der im September eingereichten Schadenersatzklage in Braunschweig angeschlossen.

Schadenssumme steigt auf vier Milliarden

Bislang hatten 41 Kläger aus Deutschland und den USA in Braunschweig beide Unternehmen auf 1,1 Milliarden Euro verklagt. Zum Jahresende haben sich weitere 26 Investoren der Klage angeschlossen, wodurch sich die Schadenssumme auf 1,8 Milliarden Euro erhöht hat. Zudem fordern fünf weitere Investoren vor dem Landgericht Braunschweig in einer neuen Zusatzklage noch einmal 351 Millionen Euro von Porsche. Die Kläger in Braunschweig werden von der Münchner Rechtsanwaltskanzlei CLLB vertreten.

Mittlerweile beläuft sich die Schadenssumme, die Investoren gerichtlich einfordern, auf mehr als vier Milliarden Euro. Denn neben den 2,1 Milliarden Euro, die in Braunschweig eingeklagt werden, liegt seit Anfang 2012 vor dem Landgericht Stuttgart eine Klage von Investmentfonds vor, die knapp zwei Milliarden Euro geltend machen.

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Milliarden-Forderungen gegen Porsche

Die Kläger werfen dem Sportwagenhersteller vor, dass er im Jahre 2008 bei seinem später gescheiterten Übernahmeversuch von Volkswagen Investoren hinters Licht geführt habe und somit Transparenz-Vorschriften im Aktienrecht verletzte. Die Porsche SE habe ihre Strategie zunächst verheimlicht und damit Kurs-Turbulenzen an den Börsen verursacht. Mehrere andere Investorenklagen haben ähnliche Vorwürfe zum Inhalt.

Klagen aus den USA

Vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht wird seit kurzem eine Klage von Aktionären verhandelt, die der Meinung sind, dass die Hauptversammlung den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2008/2009 zu Unrecht entlastet hat. Und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ehemalige Porsche-Manager, wie Ex-Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Wiedeking war vom Hof gejagt worden, nachdem VW das Ruder in Stuttgart-Zuffenhausen übernommen hatte.

Porsche hatte sich mit der VW-Übernahme verhoben und 11,4 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Aber mit seinen Finanztransaktionen, die den Deal finanzieren sollten, hinterlässt Wiedeking noch immer seine Spuren. Kläger in den USA sind verschiedene Fondsgesellschaften. Auf bundesstaatlicher Ebene wird darum gerungen, ob die US-Gerichte überhaupt zuständig sind. Dabei hat Porsche in erster Instanz gewonnen, die Gegenseite Berufung eingelegt. Außerdem gibt es ein Verfahren in New York, wo es auch um Zuständigkeitsfragen geht. Dort gibt es noch keine Entscheidungen.

Verschmelzung erstmal geplatzt

Die für 2011 geplante Verschmelzung von VW und Porsche ist derweil geplatzt und mit ihr die mühsam ausformulierte "Grundlagenvereinbarung". Stattdessen kam "Plan B" ins Spiel: Danach könnte VW von 2013 an das reine Autogeschäft der Porsche AG kaufen - ohne beide Konzerne ganz zu verschmelzen. 49,9 Prozent hält VW bereits daran. Aber auch diese Variante dauert: Der Kauf ist erst ab Mitte 2014 steuerfrei.

In der Praxis aber arbeiten beide schon eng zusammen. Führende Köpfe wurden ausgetauscht und an der Spitze der Stuttgarter Sportwagenschmiede haben schon längst die VW-Granden das letzte Wort. "Gehen Sie davon aus: Es wird gut werden", sagte kürzlich VW-Chef Martin Winterkorn.

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