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Deutsche Wirtschaft um drei Prozent gewachsen


Wirtschaftswachstum  

Deutsche Wirtschaft um drei Prozent gewachsen

11.01.2012, 10:58 Uhr | dpa, AFP, dpa, AFP

Deutsche Wirtschaft um drei Prozent gewachsen. Deutsche Wirtschaft brummt: Zwei Fahrzeuge werden in der Autostadt in Wolfsburg automatisch in ein freies Fach transportiert  (Quelle: dpa)

Deutsche Wirtschaft brummt: Zwei Fahrzeuge werden in der Autostadt in Wolfsburg automatisch in ein freies Fach transportiert (Quelle: dpa)

Unbeeindruckt aller Krisen ist die deutsche Wirtschaft 2011 fast so stark gewachsen wie im Vorjahr. 3,0 Prozent Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aufgrund vorläufiger Zahlen. Im Jahr 2010 hatte die Wirtschaft um 3,7 Prozent zugelegt. Allerdings schrumpfte die deutsche Wirtschaft zum Ende des Jahres. Nach ersten vorläufigen Schätzungen der Behörde sank das BIP saison- und kalenderbereinigt in den letzten drei Monaten 2011 im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,25 Prozent.

"Der wirtschaftliche Aufschwung fand 2011 vor allem in der ersten Jahreshälfte statt", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. Im Gesamtjahr sei die Wirtschaft trotz der Abschwächung zum Jahresende insgesamt in "einer sehr robusten Verfassung" gewesen. Nach dem historischen Rückgang des BIP im Krisen-Jahr 2009 mit einem Rückgang um 5,1 Prozent sei im Jahresverlauf 2011 das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten worden, sagte Egeler weiter.

Konsum brummt so stark wie zuletzt 1996

Besonders deutlich wuchsen im vergangenen Jahr die privaten Konsumausgaben. Sie legten nach den vorläufigen Zahlen um 1,6 Prozent zu, so stark wie zuletzt vor 15 Jahren. Ein Jahr zuvor hatte der Zuwachs bei nur 0,6 Prozent gelegen.

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Staatsdefizit gesunken

Dank der guten Konjunktur konnte Deutschland im vergangenen Jahr seine Kassenlage verbessern. Bund und Länder hätten 2011 Schulden abgebaut, erklärte die Behörde. Das Staatsdefizit belief sich nach Angaben des Bundesamtes auf 1,0 Prozent des BIP. Damit wird erstmals seit drei Jahren wieder die Obergrenze des EU-Stabilitätspaktes eingehalten. Die europäischen Regeln erlauben höchstens 3,0 Prozent Defizit. In den Jahren 2009 (3,2 Prozent) und 2010 (4,3 Prozent) hatte Deutschland dagegen verstoßen.

Unter dem Strich stand für das vergangene Jahr ein Fehlbetrag von 26,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr belief sich der Finanzierungssaldo von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung auf minus 105,86 Milliarden Euro.

Dämpfer für laufendes Jahr erwartet

Volkswirte gehen allerdings davon aus, dass sich die Exportnation Deutschland angesichts des weltweiten Konjunkturabschwungs und der anhaltenden Schuldenkrise im Euroraum auf Dämpfer einstellen muss. Für das laufende Jahr wird im Schnitt mit allenfalls 0,5 Prozent Wachstum gerechnet.

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