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Ifo-Index: Stimmung in der Wirtschaft steigt überraschend kräftig


Ifo-Index: Stimmung in der Wirtschaft steigt überraschend kräftig

25.01.2012, 15:04 Uhr | dapd, dapd

Ifo-Index: Stimmung in der Wirtschaft steigt überraschend kräftig. Gute Stimmung in Deutschlands Firmen trotz Schuldenkrise (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gute Stimmung in Deutschlands Firmen trotz Schuldenkrise (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die deutschen Unternehmen lassen sich auch von der anhaltenden Schuldenkrise nicht verunsichern: Die Stimmung in der Wirtschaft ist im Januar nach einer kurzen Schwächephase im Herbst den dritten Monat in Folge gestiegen. Mit einem Plus von einem Punkt auf 108,3 Zähler übertraf der Konjunkturindex des Münchner Ifo-Instituts die Erwartungen.

Ifo-Chef Sinn sieht guten Start ins neue Jahr

"Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr", erklärte der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. "Zwar ist die derzeitige Geschäftslage der Unternehmen etwas weniger gut als im Dezember. Aber die Geschäftserwartungen haben sich merklich aufgehellt." Der Indikator für die aktuelle Lage sank um 0,4 auf 116,3 Punkte, der Wert für die Aussichten stieg um 2,3 auf 100,9 Punkte.

Nach einer deutlichen Abkühlung im Herbst 2011 erreichte der Ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober einen Tiefpunkt bei 106,5 Punkten. Seitdem geht es wieder bergauf. Das Ifo-Institut befragt monatlich etwa 7000 Firmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bewerten.

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"Die Situation bei den deutschen Unternehmen ist sehr gut - aber gerade zu Beginn letzten Jahres war sie noch besser", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger zu den neuen Zahlen. Insgesamt zeige der Index jedenfalls, dass es keinen Absturz gebe. "Man hat ein bisschen Hoffnung gefasst, dass man die Eurokrise gut überstehen wird."

Lage ist weiterhin überdurchschnittlich

Auch nach dem leichten Rückgang bei der Einschätzung der aktuellen Lage sei diese "weiterhin überdurchschnittlich", sagte Abberger. "Das zeigt, dass die Unternehmen ein gewisses Auftragspolster haben, von dem sie auch in dem schwierigen Umfeld zehren können."

Binnenwirtschaft ist robustes Fundament

Positiv wirke sich zum einen die Situation der Binnenwirtschaft in Deutschland aus. Diese sei ein "robustes Fundament", sagte Abberger. "Und jüngst hat man gesehen, dass sich die USA besser entwickelt haben, da liegen gewisse Hoffnungsschimmer." Zwar seien die Absatzperspektiven innerhalb der Eurozone gedämpft - auch wegen der Sparanstrengungen der Staaten - "aber außerhalb der Eurozone ist mit den USA und China genug Potenzial vorhanden".

Große Risiken in Europa

Grund für Euphorie sieht Abberger allerdings nicht. "In Europa liegen noch große Risiken", warnte er. "Wir sind im Moment sehr gut aufgestellt, aber wie die Eurokrise weitergeht und welche Wellen sie noch schlägt, kann man nicht sagen." Man müsse weiter auf der Hut sein.

Von Aufschwung will der Konjunkturexperte jedenfalls noch nicht sprechen. "Aufschwung hieße, wir sind in einem stabilen Hoch, und dafür sind die Risiken doch zu hoch im Moment", sagte er. Aber wenn die Eurokrise sich nicht verschlimmere, sei Deutschland gut aufgestellt.

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