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Gigaliner: Bürokratie bremst überlange Lastzüge aus


Bürokratie bremst Gigaliner aus

07.02.2012, 11:58 Uhr | dapd, dapd

Gigaliner: Bürokratie bremst überlange Lastzüge aus. Im Kreisverkehr tun sich Gigaliner eher schwer (Quelle: dpa)

Im Kreisverkehr tun sich Gigaliner eher schwer (Quelle: dpa)

Die Gigaliner kommen nur langsam in Fahrt. Nur ganz wenige überlange Lastzüge gehen voraussichtlich am 5. März zum offiziellen Auftakt des Feldversuchs an den Start. Bisher fährt noch keiner der Riesen-Brummis im Rahmen des Projekts. Das liegt teils an bürokratischen Hemmnissen, teils am Wetter. Spediteure vermuten hinter der aufwendigen Genehmigungspraxis für Fahrzeuge und Fahrtrouten auch ideologische Motive.

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Nur festgelegtes Straßennetz darf befahren werden

Der Feldversuch, den sieben Bundesländer förmlich unterstützen, soll die Praxistauglichkeit von 25,25 Meter langen Lastzügen erweisen. Bisher liegt die Grenze bei 18,75 Meter. Das zulässige Gesamtgewicht der Züge wird nicht erhöht, es bleibt bei 40 Tonnen für konventionelle Transporte und 44 Tonnen für Kombinierten Verkehr, also im wesentlichen Containertransporte. Befahren dürfen die "Lang-Lkw", wie sie offiziell heißen, nur ein festgelegtes Netz von Bundesfern- und ganz wenigen Landes- und Gemeindestraßen.

Keine Starts bei Winterwetter

Offiziell hat der Versuch, der unter anderem von der Bundesanstalt für Straßenwesen wissenschaftlich begleitet wird, zu Jahresanfang begonnen. Die Periode extrem winterlicher Verkehrsverhältnisse wurde aber bewusst ausgespart. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ließ den Versuch auf 400 Lastzüge auslegen.

Das Ministerium begründete den offensichtlich verhaltenen Start damit, dass sich die Spediteure erst auf den Versuch vorbereiten müssten. Die Teilnehmer könnten sich auch noch später anmelden. Die Auftaktveranstaltung soll auf dem Werksgelände des Nutzfahrzeugherstellers MAN in München stattfinden.

Straßen vom Hersteller zu erlaubten Routen fehlen

Sowohl das Ministerium als auch Verbandsvertreter bestätigten eine Meldung der Fachzeitschrift "transaktuell", wonach von den Werksgeländen der beiden anderen großen deutschen Hersteller für infrage kommende Zugmaschinen, Daimler und Iveco, keine Straßen zu dem für Riesenlaster zugelassenen Netz führen. Sie produzieren in Baden-Württemberg, das sich dem Feldversuch verweigert.

"Letzte Meile" nicht geregelt

Der Hauptgeschäftsführer des Speditionsverbands BGL, Karlheinz Schmidt, beklagte dagegen, dass "die letzte Meile" der jeweiligen Fahrtrouten nicht geregelt sei. In Schleswig-Holstein etwa hätten Kommunalverwaltungen die Genehmigungen für die Züge aus Sattelschlepper und Anhänger auf Gemeindestraßen verweigert.

Schmidt monierte auch, dass selbst die Formularentwürfe für die mitzuführenden Bescheinigungen erst in den vergangenen Tagen fertig geworden seien. Er gab außerdem zu bedenken, dass nicht nur die verschiedenen möglichen Kombinationen über die Zulassung beim TÜV hinaus bei der Bundesanstalt für Straßenwesen angemeldet sein und die jeweiligen Fahrtrouten genehmigt werden müssten.

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