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BP will sich von Ölkatastrophe freikaufen

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BP will sich von Ölkatastrophe freikaufen

09.02.2012, 14:22 Uhr | dpa, dpa, t-online.de

BP will sich von Ölkatastrophe freikaufen. BP muss für die Ölkatastrophe vielleicht nicht vor Gericht (Quelle: dpa)

BP muss für die Ölkatastrophe vielleicht nicht vor Gericht (Quelle: dpa)

Der britische Ölkonzern BP will das Debakel um die im Jahr 2010 havarierte Ölplattform "Deepwater Horizon" offenbar jetzt schnell hinter sich bringen. Statt langwieriger Prozesse soll offenbar eine Vergleichssumme bezahlt werden. Kauft sich BP so aus der Verantwortung heraus?

Das Unternehmen verhandle mit der US-Regierung bei den Schäden für die Wasserverschmutzung über eine außergerichtliche Einigung, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Strafe für die Verschmutzung des Golfs von Mexiko bei der größten Ölkatastrophe der US-Geschichte könnte sich dabei bis auf 17,6 Milliarden Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) summieren. Die US-Regierung wolle für jedes der 4,1 Millionen Barrel Öl, das in den Golf von Mexiko geflossen ist, eine Entschädigung von 4300 Dollar.

Briten suchen nach einer schnellen Lösung

Den Bloomberg-Informationen zufolge suchen die Briten jetzt auch mit den anderen Unternehmen, die an der Plattform beteiligt waren, eine schnelle Lösung. Hier musste BP zuletzt eine Schlappe hinnehmen. Ein US-Gericht entschied, dass das Schweizer Betreiberunternehmen der Ölplattform, Transocean, nur eine Teilschuld trifft. Der britische Konzern müsse für die Beseitigung der Verschmutzung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden aufkommen. Zuvor hatte sich BP unter anderem mit dem Ölfeldbetreiber Anadarko Petroleum auf Entschädigungszahlungen in Höhe von vier Milliarden Dollar geeinigt.

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Wie hoch die tatsächliche Strafzahlung ausfällt, ist noch offen. In den USA sind hohe Forderungen zu Beginn von Schadensersatzprozessen gegen Unternehmen üblich. So sind die von der Regierung geforderten 4300 Dollar je ausgeflossenen Barrel Öl die Obergrenze für den Fall, dass dem Unternehmen grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Normalerweise werden 1100 Dollar berechnet. Dann läge die Strafe bei 4,5 Milliarden Dollar. Experten gehen davon aus, dass man sich in der Mitte treffen könnte und die Strafe für die Wasserverschmutzung bei rund zehn Milliarden Dollar liegen könnte. BP selbst wollte die Informationen über mögliche Vergleiche mit der Regierung oder andere Unternehmen nicht kommentieren.

25 Milliarden Dollar Strafe stehen im Raum

Insgesamt könnten sich dann die Strafzahlungen damit auf rund 25 Milliarden Dollar summieren. Zu den zehn Milliarden Dollar für die Wasserverschmutzung könnten weitere zehn Milliarden für kriminelles Handeln sowie fünf Milliarden Dollar für die Umweltzerstörung an Land kommen. BP selbst hatte für die möglichen Schäden einst bis zu 40 Milliarden Dollar zurückgestellt, konnte diese Summe aber zuletzt wegen der erzielten Einigung mit einigen Betreiberfirmen auf rund 37 Milliarden Dollar senken. Das Unternehmen hat sich inzwischen dank der üppigen Gewinne wieder gut von der Katastrophe erholt. Von einer Zerschlagung oder gar Pleite, über die kurz nach dem Unglück spekuliert wurde, ist heute keine Rede mehr.

Der Kurs der Aktie konnte zuletzt wieder deutlich zulegen und nähert sich wieder Marke von 500 Pence an. Damit ist BP an der Börse wieder knapp 93 Milliarden Pfund (rund 142 Milliarden US-Dollar) wert. Im Jahr 2010 hatte sich der Marktwert des Unternehmens innerhalb weniger Wochen mehr als halbiert. Eine BP-Aktie kostete zeitweise nur noch knapp 300 Pence. Gestützt wird die jüngste Kurserholung von guten Zahlen für das Jahr 2011, die vor zwei Tagen vorgelegt wurden.

BP erzielte Riesengewinn

Im vergangenen Jahr erzielte BP wie die meisten anderen Ölunternehmen einen Gewinn in zweistelliger Milliardenhöhe. Das Unternehmen kommt zudem beim geplanten Verkauf von einigen Sparten gut voran. Damit will BP bis 2013 rund 38 Milliarden erlösen und damit die Kosten für das Debakel um die Plattform "Deepwater Horizon" abdecken.

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