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Aldi motzt seine Filialen auf


Aldi motzt seine Filialen auf

16.02.2012, 17:54 Uhr | dapd, t-online.de - sia, t-online.de , dapd

Aldi motzt seine Filialen auf. Die Filialen von Aldi Nord sollen schöner werden (Quelle: dpa)

Die Filialen von Aldi Nord sollen schöner werden (Quelle: dpa)

Schluss mit dem "altbackenen" Auftritt: Deutschlands größter Discounter Aldi will nach Informationen des "Manager Magazins" Milliardensummen in den Ausbau und die Modernisierung seines Filialnetzes investieren. Aldi Nord wolle in den nächsten Jahren rund drei Milliarden Euro in die Aufwertung seiner Geschäfte stecken, berichtete das Magazin.

Neustart mit höherwertigem Angebot

Außerdem will der Billiganbieter demnach zunehmend höherwertige Artikel wie Delikatessen ins Sortiment aufnehmen. Die Kette Aldi Süd, die ihr Billigangebot bereits mit exklusiveren Produkten ergänzt hat, konzentriert sich dagegen laut Bericht auf die internationale Expansion. Im Vordergrund stehe aber dabei nicht die Erschließung neuer Länder, sondern die Verdichtung des Filialnetzes in Zukunftsmärkten wie den USA und Australien.

Auf den Einstieg in Märkte wie Kroatien und Slowakei habe Aldi wegen mangelnder Rechtssicherheit verzichtet, meldete das "Manager Magazin". Die Expansion nach Neuseeland sei wegen der geringen Bevölkerungsdichte zurückgestellt worden. Von Aldi war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Modernisierung Tausender Filialen in Deutschland geplant

Die Verschönerungsaktion hat laut der Zeitung bei Aldi Nord in Belgien begonnen. Dort wurden demnach bereits mehrere Läden neueröffnet, die deutlich schöner und edler gestaltet sind die alten Filialen. Auch in Deutschland sollen den Angaben zufolge die 2509 Aldi-Nord-Geschäfte modernisiert beziehungsweise durch neue ersetzt werden. Zudem werde es dort künftig - wie auch bei Aldi Süd - Backautomaten geben.

"Die Discounter müssen schauen, dass sie den Anschluss finden an die Supermärkte, die in den letzten Jahren sichtbar in schönere Einkaufsstätten investiert haben", erklärte Discountexperte Matthias Queck. Backstationen gelten als Frequenzbringer - das heißt, Kunden kommen häufiger oder gerade wegen des Backwarenangebotes in den Laden.

Reaktion auf harte Konkurrenz und veränderte Kaufgewohnheiten

Der Discounter muss also nicht nur auf die immer stärker werdende Konkurrenz etwa von Lidl oder der Edeka-Tochter Netto reagieren. Denn auch große Supermarktketten wie Edeka oder Rewe machen den Billigrivalen Kunden streitig, mit zahlreichen Eigenmarken zu Preisen auf Aldi-Niveau.

Nicht zuletzt muss sich Aldi auch auf die veränderten Kaufgewohnheiten der Bürger einstellen. "Insgesamt verlieren die Discounter Marktanteile, weil die Verbraucher mittlerweile wieder mehr auf Qualität und weniger auf den Preis achten", zitierte die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe den Konsumforscher Wolfgang Adlwarth von der Marktforschungsgesellschaft GfK.

Schwesterunternehmen machen Milliarden-Umsätze

Den Heimatmarkt haben sich Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd aufgeteilt - quer durch Nordrhein-Westfalen und Hessen. Im Norden und Osten ist Aldi Nord mit einem geschätzten Jahresumsatz von 11,1 Milliarden Euro aktiv. Aldi Süd kam nach Hochrechnung von Planet Retail im Westen und Süden mit 1800 Filialen im Jahre 2011 auf einen Umsatz von knapp 13,7 Milliarden Euro. Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen nennt Aldi keine Zahlen, auch nicht zu Investitionen.

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