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Douglas: Drogerie- und Handelskonzern droht völliger Konzernumbau


Douglas droht völliger Konzernumbau

16.02.2012, 17:05 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Douglas: Drogerie- und Handelskonzern droht völliger Konzernumbau. Bei Douglas stehen massive Veränderungen an (Quelle: dpa)

Bei Douglas stehen massive Veränderungen an (Quelle: dpa)

Dem Drogerie- und Handelskonzern Douglas droht nach Medienberichten der völlige Umbau des Konzerns. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ohne genaue Quellenangabe berichtete, sollen die Buchhandelskette Thalia, die Modekette AppelrathCüpper sowie die Süßwarenläden Hussel abgespalten werden.

Bisher kein verbindliches Kaufangebot

Zuvor hatte bereits das "Manager Magazin" unter Berufung auf Finanzkreise geschrieben, dass die Douglas Holding den Verkauf ihrer schwächelnden Buchsparte prüfe und es bereits Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren gebe.

Zu den Interessenten zählt nach Informationen des Magazins die US-Beteiligungsgesellschaft Najafi, die in der Vergangenheit bereits die Buchclubs des Bertelsmann-Konzerns in den USA und Frankreich erworben hatte. Ein verbindliches Kaufangebot soll aber noch nicht vorliegen. Die Douglas Holding wollte den Bericht des Magazins nicht kommentieren. Es gebe derzeit in der gesamten Buchbranche regelmäßig Interessenbekundungen von dritter Seite, hieß es in einer Stellungnahme. Thalia arbeite, wie bereits bekannt, mit Hochdruck an einem Restrukturierungsprogramm. "Ziel ist es, nachhaltig wieder die Kapitalkosten zu verdienen", erklärte das Unternehmen.

Douglas soll von der Börse verschwinden

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, dass wenn sich die Familieneigner - wie geplant - tatsächlich mit Finanzinvestoren verbünden und das Unternehmen von der Börse nehmen würden, ein Umbauszenario Wirklichkeit werden könnte. Dem Vernehmen nach führe die Eignerfamilie Kreke mit den Beteiligungsgesellschaften Apax und BC Partners sehr ernsthafte Gespräche. Und auch der Finanzinvestor Permira soll Interesse signalisiert haben, heißt es in dem Blatt weiter.

Die Finanzinvestoren interessieren sich laut Informationen der Zeitung für die gut laufenden Sparten der Douglas Holding - die Parfümeriekette und den Schmuckhändler Christ. Die ebenfalls zur Douglas Holding gehörende Modekette AppelrathCüpper sowie die Süßwarenläden Hussel könnten nach ihren Vorstellungen auf der Verkaufsliste landen. Noch weniger Interesse hätten die Finanzinvestoren an Thalia und plädierten für einen Verkauf, noch bevor sie bei Douglas einsteigen.

Harte Konkurrenz für Thalia

Die mit einem Umsatz von rund 935 Millionen Euro zweitgrößte Sparte ist derzeit das Sorgenkind des Konzerns. Wegen der starken Konkurrenz von Internetversendern wie Amazon kämpft Thalia mit rückläufigen Umsätzen und Erträgen. Die Finanzinvestoren stören sich auch an sehr lang laufenden Mietverträgen für die Filialen.

Ob es so komme, sei allerdings noch lange nicht ausgemacht, heißt es in dem Bericht weiter. Denn die Familie Kreke wolle Thalia und auch die anderen Sparten in der Gruppe erhalten. "Wir betreiben seit jeher eine renditeorientierte Portfoliopolitik mit der Maßgabe, dass alle Tochtergesellschaften ihre Kapitalkosten verdienen müssen oder zumindest die Aussicht haben, sie in absehbarer Zeit verdienen zu können. Von einer Zerschlagung kann daher keine Rede sein", sagte Douglas-Holding-Chef Henning Kreke der Zeitung. Thalia-Chef Michael Busch genieße das Vertrauen des Douglas Holding-Vorstands und des Aufsichtsrats, heißt es. Er arbeite derzeit an einem Restrukturierungsprogramm.

Zuletzt war Bewegung in den Konzern gekommen: Die Familie Kreke hatte im Januar angekündigt, sie erwäge, Douglas von der Börse zu nehmen. Unterstützung könnten Finanzinvestoren bieten. Die Familie muss aber Rücksicht auf den Ulmer Drogerieunternehmer Erwin Müller nehmen. Er könnte von einer Option Gebrauch machen, seinen Anteil von gut zehn auf mehr als 25 Prozent aufzustocken. Müller will sich frühestens zur Douglas-Holding -Hauptversammlung im März äußern. Die Krekes kommen zusammen mit der verwandten Familie Eklöh auf rund 30 Prozent. Größter Einzelaktionär ist derzeit die Oetker-Gruppe mit fast 26 Prozent, mit der die Krekes nach Aussage von Kreke gut zusammenarbeiten.

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