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Streik am Frankfurter Flughafen: GdF erhöht den Druck


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GdF erhöht den Streik-Druck am Frankfurter Flughafen

21.02.2012, 08:47 Uhr | dapd, AFP, AFP, dapd

Streik am Frankfurter Flughafen: GdF erhöht den Druck. Fraport will trotz Streik abfertigen (Quelle: dpa)

Fraport will trotz Streik abfertigen (Quelle: dpa)

Mit einem zunächst auf zwei Tage bis Mittwochmorgen um 5.00 Uhr ausgedehnten Streik auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Druck im festgefahrenen Tarifkonflikt mit dem Flughafenbetreiber Fraport erhöht. Inzwischen ist eine weitere Verlängerung im Gespräch, wie der Chef der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Michael Schäfer sagte.

Der GdF-Bundesvorstand und der Verhandlungsführer der Gewerkschaft wollten beraten, ob der Streik möglicherweise noch weiter ausgedehnt werde, erklärte Schäfer. Würden die Arbeitsniederlegungen von Vorfeldkontrolleuren, Vorfeldaufsicht und Verkehrszentrale auf den kompletten Mittwoch ausgeweitet, werde die Gewerkschaft dies aber spätestens 24 Stunden zuvor mitteilen.

Flüge sollen zu 70 Prozent abgefertigt werden

Die rund 200 Beschäftigten des Vorfelds hatten am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Fraport kündigte an, trotz des Streiks bis zu 70 Prozent der an beiden Tagen geplanten insgesamt 2450 Flüge abfertigen zu wollen.

Ungeachtet des Streikbeginns zeichnete sich keine Annäherung in dem Konflikt ab. GdF-Bundesvorstand Markus Siebers sagte, er sehe derzeit keine Bewegung. "Es hat keine Kontakte mit der Fraport gegeben", sagte Siebers. Er warf dem Flughafenbetreiber Kompromisslosigkeit vor. Die Gewerkschaft fordert hohe Lohnzuschläge für die Vorfeld-Beschäftigten.

Harsche Kritik an der Gewerkschaft

Fraport hält die Forderungen für überzogen und wirft der Gewerkschaft eine "starrsinnige Haltung" vor. "Fraport ist jederzeit zu Verhandlungen bereit, wenn die GdF Kompromissbereitschaft zeigt und die Streikmaßnahmen beendet", teilte das Unternehmen mit. "Wir erwarten ein Umdenken", sagte Fraport-Sprecher Mike Schweitzer.

Wenige Stunden nach Streikbeginn seien 231 der 1250 für Montag vorgesehenen Flüge gestrichen worden, erklärte Fraport. Dennoch laufe der Betrieb "geregelt und mit einer guten Pünktlichkeitsquote". Die Lufthansa strich allein am Montag fast 200 Flüge. Für den Dienstag sagte sie 160 Starts und Landungen ab.

Der Interkontinentalverkehr wird demnach weiterhin im vollen Umfang aufrechterhalten, der Flugplan innerhalb Deutschlands und Europas ausgedünnt. "Wir haben es immer besser im Griff, einen stabilen Flugverkehr abzuwickeln", sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels.

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Fraport hat für Ersatz gesorgt

Der Flughafen hat Beschäftigte mit Erfahrung im Vorfelddienst im Einsatz und zudem weitere Mitarbeiter geschult, die etwa als Flugzeug-Einweiser die Aufgaben der Streikenden übernehmen. Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, auch Lufthansa-Beschäftigte würden bei Vorfeldkontrolle und -aufsicht aushelfen.

Der Streik sollte ursprünglich nur 24 Stunden dauern und am Dienstag um 5.00 Uhr enden. Doch die Gewerkschaft hatte die Arbeitsniederlegung in der Nacht zum Montag um weitere 24 Stunden verlängert. Die 200 Vorfeld-Beschäftigten in Frankfurt hatten bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag gestreikt und den Flugverkehr teilweise lahmgelegt. Hunderte Flüge fielen aus.

Ticket-Umtausch möglich

Kunden von Lufthansa und Air Berlin können auf Züge der Deutschen Bahn umsteigen. Die Fluggesellschaften tauschen Flugtickets betroffener Passagiere in Fahrkarten um. Die Bahn will angesichts der Beeinträchtigungen im Flugverkehr alle zur Verfügung stehenden Züge einsetzen.

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