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Schlecker weiterhin teurer als die Konkurrenz


Schlecker weiterhin teurer als die Konkurrenz

26.02.2012, 10:24 Uhr | dapd, dpa, dapd, dpa, t-online.de

Schlecker weiterhin teurer als die Konkurrenz. Studie: Schlecker bleibt teuerster Anbieter bei Drogerie-Markenartikeln (Quelle: imago images)

Studie: Schlecker bleibt teuerster Anbieter bei Drogerie-Markenartikeln (Quelle: imago images)

Die insolvente Drogerie-Kette Schlecker dürfte es schwer haben, wieder auf die Beine zu kommen. Eine Preisstudie hat jetzt ergeben, dass der angebliche Discounter teuerster Anbieter der Branche ist. Markenartikel kosteten bei Schlecker im Schnitt rund 16 Prozent mehr als bei den Mitbewerbern, berichtete die Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" unter Verweis auf eine Analyse der GKL Marketing-Marktforschung. Im Vergleich zu besonders preisaggressiven dm-Läden betrage der Abstand sogar mehr als 20 Prozent.

Rossmann ist der Studie zufolge je nach Filialtyp acht bis 16 Prozent günstiger, Müller rund 14 Prozent preiswerter als Schlecker. "Schlecker ist weiterhin der mit Abstand teuerste Anbieter", sagte GKL-Chef Ulrich Gallinat dem Magazin.

Preise für Markenartikel untersucht

Für die Untersuchung habe die GKL Ende Januar die Preise von 1700 Markenartikeln verglichen, die es bei allen Anbietern in identischer Form gab. Aktionsangebote und Eigenmarken blieben außen vor. Die "Wirtschaftswoche" schreibt, Schlecker habe sich zuletzt "regelrecht aus dem Markt gepreist". Einzelne Standardprodukte wie Zahnpasta oder Haarfärbemittel hätten sogar 80 Prozent mehr gekostet als bei den Mitbewerbern.

Das Unternehmen aus Ehingen bei Ulm hatte im Januar angekündigt, im Laufe des ersten Halbjahrs die Preise bei Teilen des Sortiments auf das Niveau der Konkurrenten dm und Rossmann zu senken - teilweise auch darunter. Schlecker kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen.

Schlecker fordert Staatshilfen

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz arbeitet derzeit an einem Sanierungsplan. Ziel ist der Erhalt möglichst vieler Filialen und Stellen. Zuletzt hatte der Gesamtbetriebsrat Staatshilfen zur Rettung von Schlecker gefordert, um zumindest die Läden in Dörfern und Kleinstädten zu erhalten.

Schlecker hatte im Januar Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen durch aggressive Expansion und hohe Preise tief in die roten Zahlen gerutscht war. Bundesweit bangen etwa 32.000 Mitarbeiter in 7000 Märkten um ihre Jobs.

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