Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Keine Bewegung im Streik am Frankfurter Flughafen


Keine Bewegung im Streik am Frankfurter Flughafen

27.02.2012, 19:28 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Keine Bewegung im Streik am Frankfurter Flughafen. Vorfeld-Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen (Quelle: dapd)

Vorfeld-Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen (Quelle: dapd)

Ohne erkennbare Verhandlungsbereitschaft der Tarifparteien ist der Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen wieder voll entbrannt. Rund 160 Flüge fielen wegen des Streiks von rund 200 Vorfeldarbeitern aus. Der Betreiber Fraport erwartete bis zum Abend 200 Ausfälle. Ein vorzeitiges Ende des bis Donnerstag 05.00 Uhr terminierten Ausstands zeichnete sich nicht ab. Streiken jetzt auch noch die FLuglotsen?

Fraport sprach trotz der Ausfälle von einem "geregelten Betriebsablauf". Insgesamt standen für den Montag fast 1.300 Flugbewegungen auf dem Flugplan. Die Vorfeld-Mitarbeiter waren am Sonntagabend in den Ausstand getreten. Ihre Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will damit deutliche Entgelterhöhungen durchsetzen. GdF-Sprecher Matthias Maas sagte, es gehe um durchschnittlich 30 Prozent, gestaffelt für die nächsten vier Jahre, was die Brutto-Jahresgehälter dann auf 44.000 bis 45.000 Euro bringen würde.

"Streikfront steht geschlossen"

Ende vergangener Woche waren Gespräche nach einer ersten fünftägigen Arbeitsniederlegung abgebrochen worden. Maas' Angaben zufolge "steht die Streikfront geschlossen". Es seien mehr Mitarbeiter vor Ort, als für die jeweilige Schicht erforderlich. "Manchmal sind bis zu 100 Mitarbeiter da", sagte er.

Strom-Rechner
Strompreisvergleich

Finden Sie günstige Stromanbieter!

Anzahl Personen im Haushalt

Anzeige

Lohnsteigerungen bis zu 30 Prozent auf dem Tisch

Fraport erläuterte das vergangene Woche unterbreitete Angebot noch einmal öffentlich mit der Bemerkung, es beinhalte Steigerungen "bis zu fast 30 Prozent" bei Gehalt, Arbeitszeit und Sonderleistungen für diesen Bereich. Die Gehälter der höheren Gruppen beliefen sich auf Jahressummen zwischen 42.000 und 69.200 Euro.

"Absurde" Verhandlungen um Angebot?

Angesichts des am Freitag vorgelegten Angebots des Verkehrsunternehmens dürfe nun das "Absurde" nicht die Oberhand gewinnen, sagte Fraport-Vorstand Herbert Mai. Er fügte hinzu, über 80 Prozent aller Flüge könnten derzeit regulär abgefertigt werden. "Wir haben die Lage immer besser im Griff."

Kommt ein Solidarstreik?

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will den Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen möglicherweise mit Solidarstreiks der Lotsen bei der Deutschen Flugsicherung verschärfen. Dazu habe der Gewerkschaftsvorstand alle Voraussetzungen geschaffen, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas am Montag. Prinzipiell könnten alle 3.500 Mitglieder der GdF aufgerufen werden. Die GdF werde 24 Stunden vorher warnen. Über einzelne Maßnahmen sei aber noch nicht entschieden.

Umbuchungen und Stornierungen kostenlos möglich

Allein die Deutsche Lufthansa strich am Montag 140 Flüge und kündigte eine Verringerung in gleicher Höhe auch für die kommenden zwei Streiktage an. Fernflüge seien nicht betroffen. Eine detaillierte Liste der ausfallenden Flüge der kommenden Tage stellte die Lufthansa auf ihre Internetseite. Air Berlin strich zwei Flugpaare ganz und legte die anderen Flüge zusammen. Sprecherinnen wiesen darauf hin, dass Umbuchungen und Stornierungen betroffener Flüge kostenlos möglich seien.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal