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WestLB zahlt hohe Bleibeprämien


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WestLB zahlt hohe Bleibeprämien

04.03.2012, 16:41 Uhr | dpa, dapd, t-online.de - sky, dapd, dpa

WestLB zahlt hohe Bleibeprämien. Die Zentrale der Nordrhein-Westfälischen Landesbank (WestLB) (Quelle: dapd)

Die Zentrale der Nordrhein-Westfälischen Landesbank (WestLB) (Quelle: dapd)

Verkehrte Welt in Nordrhein-Westfalen: Obwohl die WestLB nun zerschlagen wird und mittelfristig wohl hunderte Stellen streichen muss, zahlt sie satte Bleibeprämien. Aber nur für die wichtigsten Mitarbeiter, wie die "Rheinische Post" berichtet. Die Bank musste mit Milliarden Euro vom Staat vor dem Kollaps gerettet werden.

Bis zu zwölf Monatsgehälter als Bleibeprämie

Die vor der Aufspaltung stehende WestLB will mit hohen Prämien wichtige Beschäftigte von der Abwanderung abhalten. "Die Zusage einer Zahlung erfolgt je nach Gefährdungspotenzial der unerwünschten Abwanderung (...) in Höhe von drei, sechs, neun, oder ausnahmsweise auch zwölf Monatsfixgehältern", zitiert die "Rheinische Post" aus einer Vereinbarung.

Es gebe seit diesem Jahr die entsprechende Betriebsvereinbarung, bestätigte WestLB-Sprecher Walter Hillebrand-Droste am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

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WestLB nur vorerst ohne Kündigungen

Die Zahlung der Prämien sei an das Erreichen von der Bank definierter Ziele gebunden.

Die WestLB hatte im Juni 2011 ihren Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2012 erklärt, um abwanderungswillige Beschäftigte im Unternehmen zu halten.

Aufspaltung in zwei Teile

Die Bank muss auf Druck der EU-Kommission bis zur Jahresmitte aufgespalten werden. Der Plan sieht die Zerlegung in eine sogenannte Verbundbank und eine Servicegesellschaft vor, in denen sich allerdings nur ein Teil der Beschäftigten wiederfinden werden.

Bis Ende Juni 2012 sollen beispielsweise nach früheren Informationen der "Rheinischen Post" der Aktienhandel und die Sparte Analyse eingestellt werden. Dies habe WestLB-Chef Dietrich Voigtländer den Beschäftigten in einem Mitarbeiterbrief erklärt. Betroffen von diesem Schritt sind etwa 170 Mitarbeiter.

Weniger Jobs bei der WestLB

Somit zeichnet sich ab, dass bis 2016 wohl fast 3000 Arbeitsplätze wegfallen. Die WestLB hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach verspekuliert, sie wurde vor allem in der Finanzkrise 2008 gebeutelt.

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