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Lufthansa erwartet weniger operativen Gewinn


Luftfahrt  

Trübe Aussichten für die Lufthansa

15.03.2012, 18:55 Uhr | dpa-AFX, dapd, dapd , dpa-AFX

Lufthansa erwartet weniger operativen Gewinn. Piloten der Lufthansa auf dem Weg zur Arbeit (Quelle: dapd)

Piloten der Lufthansa auf dem Weg zur Arbeit (Quelle: dapd)

Die Lufthansa stapelt tief: Wegen des hohen Ölpreises und der Streikgefahr geht die Kranichlinie mit gebremsten Erwartungen in den Rest des Jahres 2012. Auch die angeschlagene Österreich-Tochter Austrian Airlines (AUA) bereitet der Airline Sorgen. Der Vorstand rechnet mit einem operativen Gewinn in mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Höhe, wie Europas größte Fluggesellschaft mitteilte. Anleger reagierten vorsichtig - zwischenzeitlich fand sich die Aktie am DAX-Ende wieder.

Die Lufthansa will sparen

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Herausrechnung der vor dem Verkauf stehenden, verlustreichen Konzerntochter British Midland (BMI) operativ noch 820 Millionen Euro verdient. Das Flugangebot im Passagiergeschäft soll in diesem Jahr nun statt um drei Prozent nur um zwei Prozent wachsen.

Schlankere Strukturen, eine bessere Zusammenarbeit und striktes Sparen sollen das Ergebnis bis 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro verbessern. Die operative Marge soll auf fünf bis sechs Prozent steigen, wie Vorstandsmitglied Stephan Gemkow erklärte.

2011 mit Netto-Verlust

Im vergangenen Jahr verbuchte die Lufthansa infolge des BMI-Verkaufs unter dem Strich einen Konzernverlust von 13 Millionen Euro. Während die Marke Lufthansa, die Schweizer Tochter Swiss und Lufthansa Cargo operativ schwarze Zahlen schrieben, steckten die Österreich-Tochter Austrian Airlines (AUA) und der Billigflieger Germanwings in der Verlustzone.

Die angeschlagene AUA dürfte nach Einschätzung des Vorstands auch in diesem Jahr nicht an die operative Gewinnschwelle herankommen. Die weitere Sanierung habe allerdings "oberste Priorität".

Hoher Ölpreis belastet

Welches Ergebnis am Ende des Jahres tatsächlich herauskommt, wird aber von einigen eher unwägbaren Rahmenbedingungen bestimmt, beispielsweise der Entwicklung des Treibstoffpreises. Da dieser derzeit auf einem Rekordniveau liegt, dürfte die Unsicherheit den Titel belastet haben, sagten Beobachter.

Der Aufwand für Kerosin dürfte von 6,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr nun auf 7,5 Milliarden Euro steigen, heißt es in einer Präsentation von Finanzvorstand Gemkow. Bereits 2011 waren die Spritkosten bei Europas größter Fluggesellschaft um 26 Prozent gestiegen.

Austrian Airlines mit Verlusten

Negativ wurden auch die Nachrichten zum Stand der Umstrukturierung bei Austrian Airlines aufgenommen. Die österreichische Tochter wird es voraussichtlich auch in diesem Jahr nicht aus den roten Zahlen schaffen.

"Die Prognose war eigentlich gar nicht so schlecht", sagte Commerzbank-Experte Frank Skodzik. Auch Robert Czerwensky von der DZ-Bank wies darauf hin, dass die Lufthansa-Schätzungen sich auch in etwa mit dem Expertenkonsens decken. Aus seiner Sicht ist der Ausblick eher "solide" ausgefallen. Er bekräftigte seine Kauf-Empfehlung für den Titel mit einem Kursziel von 13 Euro.

Jochen Rothenbacher von Equinet wies in einer am Donnerstag vorgelegten Studie darauf hin, dass die Lufthansa in der Regel in ihren Prognosen eher Vorsicht walten lässt. "Ich würde den Ausblick daher nicht überbewerten." Der Equinet-Experte traut dem Unternehmen in diesem Jahr sogar einen höheren dreistelligen operativen Gewinn von 721 Millionen Euro zu. Er rät, die Aktie weiter im Depot zu halten ("Hold") und sieht das Kursziel bei 12 Euro.

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