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Deutsche Bank baut Goldspeicher in London


Goldrausch  

Deutsche Bank baut Goldspeicher in London

20.03.2012, 20:15 Uhr | dpa-AFX, t-online.de - sky, dpa-AFX

Deutsche Bank baut Goldspeicher in London. Goldbarren bei der Bundesbank (Quelle: dpa)

Goldbarren bei der Bundesbank (Quelle: dpa)

Die Deutsche Bank wandelt auf den Spuren von Dagobert Duck: Um besser im internationalen Goldgeschäft mitzumischen, will das Kreditinstitut einen neuen Speicher für Gold in London bauen. Damit setzt sie auf einen anhaltenden Goldrausch im Zuge der weltweit grassierenden Inflationsangst. Somit will die Bank auch als Vermieter hochgesicherter Lagerstätten verdienen.

Gute Geschäfte mit dem Einlagern von Gold

Ein Sprecher bestätigte nun einen entsprechenden Pressebericht. Deutschlands Branchenprimus wolle im Speicher eigene Bestände des begehrten Edelmetalls unterbringen und Kunden ab 2013 Lagerraum anbieten.

Der Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, wo genau der Bau entstehen soll. In Finanzkreisen wurde aber London genannt - die britische Hauptstadt ist Zentrum des weltweiten Goldhandels.

Ungebrochene Nachfrage nach Edelmetallen

Hintergrund ist die große Nachfrage nach dem Edelmetall und Finanzprodukten, die mit Gold besichert sind. Kunden wollten ihre materiellen Besitztümer an verschiedenen Orten lagern, sagte der Chef des weltweiten Metallhandels der Deutschen Bank, Raymond Key, der "Financial Times" (FT).

Dem Bericht zufolge betreiben bereits andere Großbanken und Logistikunternehmen in London Gold-Lager. Im vergangenen Jahr seien die Gebühren wegen der großen Nachfrage und zunehmenden Platzmangels teilweise verdoppelt worden, berichtet die "FT" unter Berufung auf Kunden.

Zuverdienst für die Banken

Die Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" erläuterte weiter, schon Mitte 2011 hätten sich US-Großbanken um einen Extraverdienst mit Edelmetall bemüht. Demnach kauften Goldman Sachs und JP Morgan sowie die Handelshäuser Glencore und Trafigura Beheer eine große Zahl an Lagerhausbetreibern auf, berichtete die "FTD" unter Berufung auf das "Wall Street Journal".

Die erworbenen Häuser seien alle an der London Metal Exchange (LME) akkreditiert, der größten Metallbörse der Welt. Der "FT" zufolge kündigte Barclays Capital im vergangenen Jahr an, im Sommer einen Tresor in London zu eröffnen. Auch die US-Logistikfirma Brink's prüfe einen weiteren Ort.

Gold in der Krise gefragt

Die Nachfrage nach Gold ist im Zuge der europäischen Schuldenkrise deutlich gestiegen. Investoren flüchten in das als Krisenwährung geltende Edelmetall, weil Notenbanken zwar Papiergeld drucken, aber nicht die Menge von Gold vermehren können. Daher ist das gelbe Metall ein Schutz gegen die Inflation, wenn die Geldmenge steigt.

Anfang September hatte der Goldpreis seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, bei 1920 Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm). Zuletzt kostet Gold rund 1655 Dollar je Unze.

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