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Bürger Tallinns stimmen klar für freie Fahrten mit Bus und Bahn


Bürger Tallinns stimmen für freien Nahverkehr

26.03.2012, 10:11 Uhr | dpa

Bürger Tallinns stimmen klar für freie Fahrten mit Bus und Bahn. Linienbus in einem Außenbezirk von Tallin  (Quelle: imago images)

Linienbus in einem Außenbezirk von Tallin (Quelle: imago images)

Freie Fahrt für freie Bürger in Estland: In der Hauptstadt Tallinn sollen die Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr demnächst umsonst sein. Die Bürger haben es so entschieden.

Bürger stimmen für gratis Busverkehr

Klares "Ja" zu freier Fahrt mit Bus und Bahn: Bei einer einwöchigen Bürgerbefragung haben sich die Einwohner der estnischen Hauptstadt Tallinn mit deutlicher Mehrheit für einen Gratis-Nahverkehr ausgesprochen. Über 75 Prozent befürworteten eine entsprechende Initiative der Stadtverwaltung, wie bekannt wurde. Damit sollen von 2013 an Busse und Bahnen flächendeckend gratis verkehren. Tallinn ist die erste Hauptstadt in der Europäischen Union, die das anbietet.

Straßen und Familien entlasten

Bürgermeister Edgar Savisaar zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Das klare Votum beweise, dass Tallinner Bürger bereit seien, anders zu denken. "Tallinn ist eine innovative Stadt. Wir sind die erste Hauptstadt, die einen solch umfassenden Schritt vollzieht", sagte er im Fernsehen. Mit den Freifahrten in Bussen, Trolleybussen - das sind mit Oberleitung betriebene Busse- und Straßenbahnen sollen die im Berufsverkehr häufig verstopften Straßen entlasten werden. Auch einkommensschwache Familien sollen profitieren.

Formeller Beschluss fehlt noch

Um die rund 20 Millionen Euro teure Maßnahme zu finanzieren, plant die baltische Stadt Umstrukturierungen bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben und im städtischen Haushalt. Angesichts der klammen Haushaltslage der Hauptstadt gebe es dafür aber kaum finanziellen Spielraum, warnen Kritiker.

Für die endgültige Abschaffung der Gebühren fehlt noch ein formeller Beschluss des Tallinner Stadtrats. Dessen Abgeordnete hatten im Vorfeld der Abstimmung bereits angekündigt, sich nach dem Ergebnis der Bürgerbefragung richten zu wollen. Die Wahlbeteiligung wurde mit etwa 20 Prozent angegeben, was im Vergleich zu früheren Bürgerbefragungen als außerordentlich hoher Wert gilt.

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