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Praktiker: Großaktionär will Baumarktkette sanieren


Praktiker: Großaktionär will Baumarktkette sanieren

28.03.2012, 09:50 Uhr | dpa, t-online.de

Praktiker: Großaktionär will Baumarktkette sanieren. Praktiker: Investoren sollen Opfer bringen (Quelle: imago images)

Praktiker: Investoren sollen Opfer bringen (Quelle: imago images)

Der zypriotische Großaktionär der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker hat ein Finanzierungskonzept für die angeschlagene Baumarktkette ausgearbeitet. "Wir glauben an die Zukunft des Unternehmens", sagte die Fondsmanagerin des Finanzinvestors Maseltov, Isabella de Krassny, in Wien der "Financial Times Deutschland" (FTD). Maseltov ist mit mehr als zehn Prozent der größte Aktionär bei Praktiker, dessen Zentrale im saarländischen Kirkel liegt.

Zur Sanierung solle der Verkauf des Osteuropa-Geschäfts beitragen. Dies könnte 50 bis 70 Millionen Euro bringen. Weitere 120 Millionen Euro sollen laut Maseltov über eine Wandelanleihe aufgetrieben werden. "Eine Kapitalerhöhung über die Börse macht zum jetzigen Kurs wenig Sinn." Ein Sprecher von Praktiker nahm zu den Plänen nicht Stellung. Maseltov zeigte sich zuversichtlich, bei der Hauptversammlung andere Aktionäre überzeugen zu können.

20 Prozent auf alles, auch auf den Umsatz

Praktiker war durch ständige Rabattaktionen in Schwierigkeiten geraten. Vorstandschef Thomas Fox will nun unrentable Märkte schließen und Stellen streichen. In Deutschland stehen 30 der 236 Märkte auf dem Prüfstand. Zudem sollen 1400 der hierzulande 11.000 Stellen wegfallen.

Seit Praktiker auf die Rabattaktionen nach dem Motto "20 Prozent auf alles - außer auf Tiernahrung" verzichtete, ging der Umsatz um 20 Prozent zurück. Im Januar hatte die Baumarktkette von sich reden gemacht, als das Geld für den Kauf der Frühjahrsware fehlte. Ähnlich wie Schlecker hatte Praktiker versucht, mit einer Billigstrategie zu wachsen. Jetzt sollen die Märkte von ihrem Ramsch-Image befreit werden.

Anleihengläubiger sollen auf Zinsen verzichten

Zuletzt hatte Praktiker versucht, seine Anleihengläubiger bei der Sanierung mit ins Boot zu holen. Sie sollen Kürzungen beim Zinssatz der Anleihen akzeptieren. Statt 5,875 Prozent sollten sie bis Ende der Laufzeit 2016 nur noch 1,0 Prozent Zinsen jährlich erhalten. Die Anleihen haben eine Stückelung von 1000 Euro und dürften damit hauptsächlich von kleineren Anlegern gehalten werden. Sie müssten in der ersten Runde zu mindestens 50 Prozent zustimmen, was als unwahrscheinlich gilt. Die Frist lief am 25. März um Mitternacht ab. Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

Wie die "FTD" berichtete, würde der Verzicht Praktiker Zinszahlungen von insgesamt 50 Millionen Euro ersparen. Das wäre immerhin ein Sechstel der 300 Millionen Euro, die die Baumarktkette nach eigenen Angaben braucht, um wieder auf die Füße zu kommen.

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