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Kanada schafft den Penny ab


Kanada schafft den Penny ab

30.03.2012, 14:06 Uhr | AFP , dapd , t-online.de

Kanada schafft den Penny ab. Ohne den Penny werden die Preise in Kanada wohl aufgerundet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ohne den Penny werden die Preise in Kanada wohl aufgerundet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der kanadische Penny fällt der Inflation zum Opfer. Die Ein-Cent-Münzen sollen im Herbst letztmalig geprägt und dann abgeschafft werden, wie Kanadas Finanzminister Jim Flaherty ankündigte. Die Herstellungskosten für eine der Münzen seien auf 1,60 Cent gestiegen, was den Staat jährlich elf Millionen Dollar - 8,3 Millionen Euro - koste.

Preise werden wohl auf nächstgrößere Münze aufgerundet

"Penny-Münzen nehmen auf unseren Kommoden zu viel Platz weg, sie rauben den kleinen Geschäften die Zeit - und es kostet die Steuerzahler jedes Mal 1,5 Penny, wenn ein Penny hergestellt wird", sagte Flaherty. Die bereits in Umlauf befindlichen Münzen behalten aber ohne zeitliches Limit ihre Gültigkeit.

Das langsame Verschwinden des Pennys aus dem Zahlungskreislauf wird jedoch dazu führen, dass Preise letztlich auf- oder abgerundet werden müssen. Medienberichten zufolge sollen die Preise in Zukunft auf die nächste Fünf-Cent-Grenze gerundet werden.

Nutzwert ist stark gesunken

Bislang wurden jährlich Ein-Penny-Münzen mit einem Gewicht von insgesamt 7000 Tonnen hergestellt. Die ersten kanadischen Penny-Kupfermünzen wurden 1908 hergestellt. Mit der Zeit sank ihr Nutzwert jedoch stark. Inzwischen können sie nicht mehr in Automaten geworfen werden, Händler müssen nur maximal 25 einzelne Penny-Stücke auf einmal annehmen.

Bargeldlose Zahlungen auf den Penny genau sollen demnach aber weiterhin erlaubt sein. Auf Twitter löste Flahertys Ankündigung innerhalb weniger Minuten eine Flut von Reaktionen aus. Zustimmung und Kritik hielten sich etwa die Waage.

Die kleine Münze mit dem Ahornblatt folgt damit dem 1000-Dollar-Schein, den Kanada bereits im Jahr 2000 abgeschafft hat, da er häufig von Geldwäschern verwendet wurde. Auch der Schein ist aber weiterhin offizielles Zahlungsmittel.

Auch Herstellung von US-Pennys zu teuer

Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" könnte sich eine ähnliche Entscheidung wie in Kanada bald auch in den USA anbahnen. Dort kostet die Produktion eines Pennys der Zeitung zufolge fast zwei Cent. Präsident Barrack Obama plane deshalb, die Münzen aus preiswerterem Material herstellen zu lassen. Amerikanische Pennys bestehen vornehmlich aus Zink, mit einer Beschichtung aus Kupfer.

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