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Seltene Erden: China verstärkt Kontrolle


Seltene Erden  

China verstärkt Kontrolle über Seltene Erden

09.04.2012, 11:39 Uhr | dapd, dpa

Seltene Erden: China verstärkt Kontrolle . Im Tagebau werden im chinesischen Ganxian seltene Erden gefördert  (Quelle: dpa)

Im Tagebau werden im chinesischen Ganxian seltene Erden gefördert (Quelle: dpa)

Das weltweite Ringen um die Seltenen Erden geht in eine neue Runde. China will seine Kontrolle über die Gruppe der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Elektronikprodukten weiter verstärken. Dazu gründete Peking nun einen Industrieverband, mit dem es Beschwerden anderer Länder wegen seiner restriktiven Exportpolitik abwehren und den Preis der Seltenen Erden noch besser in den Griff bekommen will.

China beherrscht Markt der Seltenen Erden

China verfügt zwar nur über ein Drittel der weltweiten Vorkommen von Seltenen Erden, stellt aber derzeit rund 90 Prozent des weltweiten Bedarfs zur Verfügung. Die USA, die EU und Japan beschuldigten das Land zuletzt im März in einer Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) der Manipulation des Marktes.

Bei solchen Beschwerden solle der neue Dachverband in Zukunft eine abgestimmte Antwort Chinas abgeben, teilte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie mit. Die Gruppe solle außerdem den Abbau und die Verarbeitung der Rohstoffe koordinieren sowie "eine vernünftige Preisregelung" entwickeln. Seltene Erden werden für viele Elektronikprodukte wie Flachbildschirme, Kameralinsen und Smartphones benötigt, aber auch für Hybryd-Autos.

Proteste aus Europa und den USA

Peking hat Grenzwerte für die Produktion und den Export der Rohstoffe festgesetzt. Als Grund nannte die Regierung Bemühungen, Ordnung in den unkontrollierten Markt zu bringen und Umweltschäden zu verringern. Europa, die USA und Japan, die auf die Lieferungen aus China angewiesen sind, reagierten mit Protesten. Die chinesische Regierung wies Vorwürfe zurück, sie verwende ihr Quasi-Monopol, um die Preise zu manipulieren.

"Viele Länder auf der Welt haben Vorkommen von Seltenen Erden, man kann für die Versorgung nicht nur auf China zählen", sagte der neue Vorsitzende des am Sonntag gegründeten Industrieverbands, Gan Yong, der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Dachverband mit 155 chinesischen Firmen

Zu dem Dachverband gehören nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie 155 Unternehmen, darunter die großen staatlichen Firmen Aluminium Corp of China und China Minmetals Corp. Kleinere Unternehmen sollten zu größeren fusionieren, um die Restrukturierung der Industrie zu fördern und den obligatorischen Produktionsplan genau zu erfüllen, teilte das Ministerium mit.


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