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Praktiker wehrt sich gegen Zerschlagung


Praktiker wehrt sich gegen Zerschlagung

10.04.2012, 17:30 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Praktiker wehrt sich gegen Zerschlagung. Rabattaktionen machten Praktiker das Leben schwer (Quelle: dapd)

Rabattaktionen machten Praktiker das Leben schwer (Quelle: dapd)

Nach Umsatzflaute und Rekordverlust in 2011 wehrt sich Praktiker jetzt gegen seine Zerschlagung. So würde der Großaktionär Maseltov zur Finanzierung des Unternehmens gerne das Osteuropageschäft der Baumarktkette verkaufen. Dagegen will Praktiker-Sanierer Thomas Fox diesen Unternehmensteil behalten: "Wir haben ja angekündigt, dass wir das Portfolio überprüfen. Nur wir müssen auch die Machbarkeit vor die Wünschbarkeit stellen", sagte der Manager dem "Handelsblatt".

300 Millionen für Sanierung von Praktiker

Praktiker braucht dringend Geld für seine Sanierung. Laut Fox sind es rund 300 Millionen Euro. Bislang konnte allerdings noch keine Einigung mit Banken, Großaktionären und Gläubigern erzielt werden. Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen und hatte allein im vergangenen Jahr über eine halbe Milliarde Euro vernichtet.

Seit Monaten steht deshalb eine Zerschlagung des Unternehmens zur Debatte. Der österreichische Großaktionär, der hinter dem Investmentvehikel Maseltov steht, betonte in der Vergangenheit immer wieder, man glaube an die Zukunft der Baumarktkette. Dennoch drängt der Großaktionär auf die Zerschlagung. So könnten 50 bis 70 Millionen Euro durch den Verkauf des Osteuropageschäfts erlöst werden. Weitere 120 Millionen Euro sollen laut Maseltov über eine Wandelanleihe aufgetrieben werden. Der Finanzinvestor ist mit mehr als zehn Prozent der größte Aktionär bei Praktiker.

Wer soll in das Osteuropageschäft investieren

Doch ob ein Verkauf des Osteuropageschäfts tatsächlich so viel Geld einbringen wird, ist fraglich. Durch die wirtschaftlichen Bedingungen in Ländern wie Griechenland, Rumänien, Ungarn und Polen sei es derzeit schwierig, jemanden zu finden, der dort investieren wolle, sagte Fox.

Fox sieht für Praktiker aber bessere Zeiten kommen. So mache das erste Quartal Mut. In Deutschland nehme der Umsatz wieder zu, Praktiker habe mehr Liquidität als ursprünglich erwartet. Der Sanierer versucht seit vergangenem Jahr, den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Praktiker soll als preisgünstiger und einfacher Baumarkt positioniert werden.

Schwierigkeiten durch ständige Rabattaktionen

Praktiker war durch ständige Rabattaktionen in Schwierigkeiten geraten. Fox will nun unrentable Märkte schließen und Stellen streichen. In Deutschland stehen 30 der 236 Märkte auf dem Prüfstand. Zudem sollen hierzulande 1400 der 11.000 Stellen gestrichen werden. Der Firmensitz des Unternehmens wird derzeit vom Saarland nach Hamburg verlegt.

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