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Firma will Rohstoffe im Weltall fördern


Firma will Rohstoffe im Weltall fördern

21.04.2012, 14:19 Uhr | dpa, t-online.de

Ist es Spinnerei oder das nächste große Ding in Sachen Rohstoffe? Eine US-Firma will die begehrten Grundstoffe im Weltall fördern und hat für ihre Idee prominente Geldgeber gefunden: unter anderem Google-Chef Larry Page und Filmemacher James Cameron. Die Firma nennt sich Planetary Resources. Und dieser Name ist klug gewählt, denn "resources" bedeutet im englischen sowohl "Rohstoffquellen" als auch "Reichtümer".

Vorerst rührt das Unternehmen aber erst einmal nur die Werbetrommel - Details sind bisher Mangelware. Erst am Dienstag sollen die Pläne vorgestellt werden. Einer der Gründer, Peter Diamandis, hat jedoch bereits angedeutet, dass es um die Ausbeutung von Asteroiden gehen könnte. Er erzählte dem Magazin "Forbes", er habe seit seiner Kindheit von Asteroiden-Bergwerken geträumt und versprach Neuigkeiten in diese Richtung. "Ich will einen Goldrausch entfachen", sagte er.

Neues Projekt eines Weltraumpioniers

Der 50-jährige Diamandis ist bereits eine Schlüsselfigur der privaten Weltraumerkundung. So hatte er den Wettbewerb Ansari X-Prize ausgeschrieben, aus dem 2004 das erste private Raumschiff SpaceShipOne hervorging. Anfang der 90er Jahre war er an der Gründung einer Firma beteiligt, die Weltraumtouristen an Bord russischer Sojus-Schiffe ins All schickt.

Chefingenieur von Planetary Resources ist Chris Lewicki, ein früherer Manager eines Mars-Programms bei der NASA. Das "Wall Street Journal" berichtete am Samstag von Studien der NASA, wie Asteroiden näher zur Erde "abgeschleppt" werden könnten, um sie auszubeuten. Demnach würde es 2,6 Milliarden Dollar kosten, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von sieben Metern mit einem Roboter-Raumschiff in die Mond-Umlaufbahn zu befördern. Ein solches Projekt könne etwa zum Jahr 2025 umgesetzt werden.

Camerons Film "Avatar" könnte Wirklichkeit werden

Während die staatlichen Weltraum-Programme in den USA und Russland mit Sparmaßnahmen klarkommen müssen, hatten in den vergangenen Jahren wohlhabende Unternehmer private Projekte vorangetrieben. Darunter sind Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, und Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der ebenfalls schon hinter dem SpaceShipOne stand.

Die Beteiligung von Cameron an Planetary Resources ist ein besonderer Clou: Sein Film "Avatar", der mit Abstand erfolgreichste Streifen der Kinogeschichte, spielt auf einem fernen Planeten, auf dem die Menschen rücksichtslos Naturschätze ausbeuten.

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